Traumatherapie: Ausbildung / Weiterbildung für PsychologInnen und ÄrztInnen 

Fort- und Weiterbildungsangebot der Deutschen Psychologen Akademie

Für die leitliniengerechte Behandlung von Traumafolgestörungen sind spezialisierte psychotraumatologische Kenntnisse und evidenzbasierte therapeutische Techniken erforderlich. Traumafokussierte Verfahren wie Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR), ressourcenaktivierende Ansätze und stabilisierende Interventionen erweitern methodenintegrative Behandlungskonzepte um wirksame Bausteine der Traumatherapie. Die Auswahl konkreter Interventionen treffen Therapeut:innen in der Praxis anhand der individuellen Merkmale der Patient:innen, der Art der Traumatisierung und auf Grundlage der jeweils aktuellen Leitlinien (z. B. S3-Leitlinie zur Posttraumatischen Belastungsstörung). Unsere Veranstaltungen stellen integrative Ansätze vor und vermitteln deren Anwendung durch erfahrene Dozierende. Im Rahmen der Seminare profitieren Sie vom Austausch mit anderen PsychologInnen und ÄrztInnen und können neu erlernte traumafokussierte Techniken praktisch üben. 

Auf dieser Seite bündeln wir unser Gesamtangebot aus mehrteiligen Curricula/Weiterbildungen sowie einzeln buchbaren Seminaren und Vorträgen. Einzelne Curricula/Weiterbildungen können – abhängig von den Voraussetzungen der jeweiligen Fachgesellschaft – auf anerkannte Zertifizierungen vorbereiten. Details finden Sie bei der jeweiligen Veranstaltung.

Unser Seminarangebot – Curricula, Seminare & Vorträge

Stellen Sie Ihr persönliches Weiterbildungsprogramm aus aktuellen Online- und Präsenzveranstaltungen zusammen. Jede Veranstaltung ist eigenständig und kann unabhängig von anderen gebucht werden:

Unsere Seminarempfehlungen für Sie











Umfassende Wissensvermittlung in der Traumatherapie

Traumatische Erfahrungen, die das verfügbare Maß an Bewältigungsressourcen übersteigen und die betroffene Person überfordern, können dazu führen, dass Betroffene nach dem Trauma verängstigt, wütend oder einsam sind. Sie erleben vielfältige psychische und somatische Symptome, die ihre Alltagsfähigkeit deutlich beeinträchtigen. In der therapeutischen Praxis begegnen PsychotherapeutInnen zunehmend auch PatientInnen mit komplexen Traumafolgestörungen. Diese zeigen häufig ausgeprägte Schwierigkeiten in der Emotionsregulation sowie in der Selbst- und Beziehungswahrnehmung.

In der ICD-11 ist die komplexe posttraumatische Belastungsstörung (KPTBS) als eigenständige Diagnose beschrieben. Im Unterschied zur PTBS, die häufig nach einem einzelnen, extrem belastenden Ereignis auftreten kann, ist die KPTBS insbesondere mit wiederholten oder anhaltenden, häufig interpersonellen Traumatisierungen assoziiert (z. B. chronische Misshandlung, wiederholte sexuelle Gewalt, Folter oder Kriegserfahrungen), denen Betroffene oft nicht entkommen konnten.

Neben den Kernsymptomen der PTBS (Wiedererleben in der Gegenwart, Vermeidung sowie eine anhaltende Wahrnehmung erhöhter gegenwärtiger Bedrohung) umfasst die KPTBS zusätzlich anhaltende Beeinträchtigungen in drei Bereichen: Affektregulation, negatives Selbstkonzept und Beziehungs-/Nähegestaltung. Auch wenn in Deutschland derzeit überwiegend noch nach ICD-10 kodiert wird, ermöglicht die ICD-11 eine differenziertere diagnostische Einordnung und kann damit eine gezieltere Versorgung bei komplexen Traumafolgestörungen unterstützen.

TherapeutInnen benötigen für PatientInnen mit Traumafolgestörungen fundierte Kenntnisse über traumaadaptierte Therapieverfahren und individuell abgestimmte Vorgehensweisen. In der Traumatherapie-Ausbildung lernen Sie unterschiedliche therapeutische Herangehensweisen an traumabezogene Störungsbilder kennen und erweitern Ihr Behandlungsspektrum um passende, methodenintegrative und wirksame Konzepte. Die vermittelten Inhalte orientieren sich an den aktuellen Leitlinien zur Behandlung und Diagnostik von Traumafolgestörungen. Durch das Üben an Fallbeispielen und die Anwendung der erlernten Techniken im geschützten Rahmen gelingt der Transfer in Ihre therapeutische Praxis.

Über die Deutsche Psychologen Akademie

Als Bildungseinrichtung des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen ist die Deutsche Psychologen Akademie der führende Fort- und Weiterbildungsanbieter im Bereich der angewandten Psychologie in Deutschland. Seit mehr als 30 Jahren bieten wir mit einem breiten Angebot von rund 400 Veranstaltungen jährlich bundesweit fachliches Know-how aus erster Hand. In Zusammenarbeit mit renommierten Universitätsinstituten, Fachgesellschaften, praxiserfahrenen DozentInnen und spezialisierten PraktikerInnen entwickeln wir anspruchsvolle Bildungsangebote auf höchstem Niveau.

Dozentin mit mit Table