In diesem Seminar erwerben Sie fundierte Kenntnisse zu den rechtlichen Grundlagen der Fahreignungsüberprüfung. Sie lernen, MPU-Anordnungen, behördliche Entscheidungen sowie Entziehungs- und Neuerteilungsverfahren zu verstehen, fachlich einzuordnen und sicher in Ihrer verkehrspsychologischen Praxis anzuwenden.
Die MPU ist rechtlich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen Bundes- und Landesrecht, Verwaltungs- und Strafrecht sowie nationalem und internationalem Recht verortet. In diesem Seminar erwerben Sie einen fundierten und systematischen Überblick über die maßgeblichen Rechtsgrundlagen, historisch relevante Gesetzesänderungen und die aktuelle Rechtsprechung. Anhand typischer Fallkonstellationen aus der verkehrspsychologischen Praxis lernen Sie, behördliche Entscheidungslogiken bei Fahrerlaubnisentzug, MPU-Anordnung und Neuerteilung sicher nachzuvollziehen und fachlich einzuordnen. So vertiefen Sie Ihre Kenntnisse über die Voraussetzungen fahrerlaubnisrechtlicher Maßnahmen zur Fahreignungsüberprüfung.
Einführung in Rechtsgrundlagen der Fahreignungsüberprüfung (FeV, StVG, StGB)
Erfordernisse bei Entziehung der Fahrerlaubnis und im Neuerteilungsverfahren
Anwendung des Fahreignungsbewertungssystems und der Tilgungsregelungen des § 29 StVG
Verwertung von Eintragungen der zentralen Register (ZFER, FAER, BZRG)
Akteneinsicht, Aktenbereinigung, Fristverlängerung
Maßnahmen während der Probezeit und Aufbauseminare
Voraussetzungen für Sperrfristverkürzung und Punkteabbau
EU-Führerscheinrecht und Anerkennungsverfahren
Sie lernen, Bescheide, Registerauszüge und Gutachtenanordnungen korrekt zu interpretieren, rechtliche Risiken fundiert einzuschätzen und Ihre Klientinnen und Klienten kompetent zu beraten. Die vermittelten Inhalte lassen sich unmittelbar in der Begutachtung, der Fahreignungsberatung sowie in angrenzenden Tätigkeitsfeldern anwenden. Gleichzeitig erwerben Sie vertieftes Hintergrundwissen und gewinnen ein hohes Maß an rechtlicher Handlungssicherheit für Ihre verkehrspsychologische Praxis.
Der Dozent verfügt über langjährige Erfahrung in der verkehrspsychologischen Intervention und über fundierte Kenntnisse im Fahrerlaubnisrecht, die er durch kontinuierliche Weiterbildung und die regelmäßige Teilnahme an einschlägigen Fachtagungen fortlaufend vertieft. Die enge Verbindung von verkehrspsychologischer Praxis und rechtlicher Systemkenntnis prägt die inhaltliche Ausrichtung des Seminars und gewährleistet eine fachlich fundierte sowie praxisnahe Vermittlung.
Vorausgesetzt werden im Seminar Grundkenntnisse zu den Rechtsgrundlagen und der Systematik des Straßenverkehrsrechts.
Dieses Seminar ist für die Anerkennung im Rahmen der Zertifizierung zum/zur Fachpsychologin für Verkehrspsychologie BDP beantragt. Informationen zum Curriculum Verkehrspsychologie und zum Zertifikat Fachpsychologe/in für Verkehrspsychologie BDP finden Sie auf unserer Website im Bereich Zertifikate.
Die Fortbildung orientiert sich insbesondere an den jeweils geltenden Fassungen folgender Rechtsgrundlagen und fachlicher Quellen:
Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)
Straßenverkehrsgesetz (StVG)
Strafgesetzbuch (StGB)
Strafprozessordnung (StPO)
Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG)
Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung
einschlägige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der Oberverwaltungsgerichte bzw. Verwaltungsgerichtshöfe sowie des Europäischen Gerichtshofs
einschlägige europarechtliche Regelungen zum Fahrerlaubnisrecht
PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; ÄrztInnen
Das Seminar findet über die Plattform Zoom statt. Als technische Voraussetzungen benötigen Sie ein Notebook/ PC mit Kamera und Mikrofon (Headset empfohlen) und eine stabile Internetverbindung.
Eine stabile Datenverbindung und für das Seminar erforderliche und funktionierende Hardware (Rechner, Bildschirm, Lautsprecher/Kopfhörer/Headset, Mikrofon, Kamera) sind im Vorfeld der Seminarteilnahme durch die Teilnehmenden sicher zu stellen.