Das erste kriminalprognostische Gutachten

Das erste kriminalprognostische Gutachten

Praktisches Vorgehen von Auftragserteilung bis zur mündlichen Anhörung

Das erste kriminalprognostische Gutachten

Praktisches Vorgehen von Auftragserteilung bis zur mündlichen Anhörung

Das Seminar stellt einen anwendungsorientierten Leitfaden für die Erstellung von kriminalprognostischen Gutachten vor, der sich an den Mindestanforderungen für Prognosegutachten orientiert.

Gerade zu Beginn der Sachverständigentätigkeit ergeben sich praxisrelevante Fragen und Schwierigkeiten oftmals erst während des Begutachtungsprozesses, die sich zeitraubend und auch verunsichernd auswirken können. Mit viel Raum für Fragen, Diskussion und Beispielen aus der Praxis versucht dieses Seminar, Sie Schritt für Schritt durch die Phasen einer Prognoseerstellung zu führen.

Wesentliche Inhalte:

  • Umgang mit dem Auftraggeber und weiteren Beteiligten

  • Aktenanalyse

  • Planung und Durchführung der Untersuchung

  • Anwendung von Test- und Prognoseinstrumenten

  • Verschriftlichung des Gutachtens gem. Mindeststandards

  • Mündliche Anhörung

Nutzen und Mehrwert:

Der erste Gutachtenauftrag ist oftmals der schwerste. Es stellen sich plötzlich Fragen zum konkreten Umgang mit der beauftragenden Institution oder Behörde, zur Gestaltung der Untersuchung und zur Verschriftlichung des Gutachtens, die in der Regel nicht in Lehrbüchern vermittelt werden (können). Dieses Seminar soll diese Lücke schließen.

Wissenswertes:

Theoretische Vorkenntnisse in der kriminalprognostischen Begutachtung sind in diesem Seminar wünschenswert.

Die folgende Literatur sollte vorbereitend gelesen werden:

Boetticher, A., Koller, M., Böhm, K.M. et al. Empfehlungen für Prognosegutachten: Rechtliche Rahmenbedingungen für Prognosen im Strafverfahren. Forens Psychiatr Psychol Kriminol 13, 305– 333 (2019). https://doi.org/10.1007/s11757-019-00557-0

Wertz, M., Kury, H. & Rettenberger, M. Umsetzung von Mindestanforderungen für Prognosegutachten in der Praxis. Forens Psychiatr Psychol Kriminol 12, 51–60 (2018). https://doi.org/10.1007/s11757- 017-0458-8

Kröber, HL., Brettel, H., Rettenberger, M. et al. Empfehlungen für Prognosegutachten: Erfahrungswissenschaftliche Empfehlungen für kriminalprognostische Gutachten*. Forens Psychiatr Psychol Kriminol 13, 334–342 (2019). https://doi.org/10.1007/s11757-019-00558-z

Die Dozentin verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Erstellung von psychologischen Gutachten im Bereich der Schuldfähigkeit und Kriminalprognose. Als Supervisorin eines Fachteams begleitet sie PsychologInnen in rechtspsychologischer Weiterbildung bei der Erstellung von Gutachtenaufträgen.

Abschluss und Zertifizierung:

Das Seminars ist im Rahmen der Weiterbildung Rechtspsychologie für die Schwerpunkte A4 und B2 sowie die kontinuierliche Fortbildung zertifizierter Rechtspsychologen und -psychologinnen anerkannt.

Literaturempfehlungen:

Nedopil, N., Endrass, J., Rossegger, A., & Wolf, T. (2021). Prognose: Risikoeinschätzung in Forensischer Psychiatrie und Psychologie. Ein Handbuch für die Praxis. Pabst, Lengerich.

Rettenberger, M., & Eher, R. (2016). Potenzielle Fehlerquellen bei der Erstellung von Kriminalprognosen, die gutachterliche Kompetenzillusion und mögliche Lösungsansätze für eine bessere Prognosepraxis. Recht und Psychiatrie, 34(1), 50-57. (Gratisartikel aus R&P 1/2016)

Eignung:

PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; ÄrztInnen (Rechtsmedizin, Psychiatrie)

Seminarzeiten:

Fr.23.02.202410:00 - 18:00
Sa.24.02.202409:00 - 17:00

Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 209 166 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Das Seminar ist für Schwerpunkt B2 der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/ Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/ DGPs anerkannt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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