Sexualität ist ein zentraler Teil von Gesundheit und Wohlbefinden, wird jedoch in Beratung und Therapie häufig nur bei Problemen thematisiert. Sie lernen, mit zugewandter Haltung Sexualität zu begleiten und Gespräche über Lust, Bedürfnisse, Grenzen und Veränderungen sicherer zu führen.
Wie lässt sich Sexualität verstehen und offen ansprechen, ohne zu normieren oder zu problematisieren? Sexualität, insbesondere weibliche, wird nach wie vor stark tabuisiert, auch weil uns die Sprache hierzu fehlt und Rollenbilder eng sind. Sie trainieren, Scham und Tabus sensibel aufzugreifen, Ressourcen zu aktivieren und sexuelle Selbstbestimmung und -wirksamkeit zu fördern. Befriedigende Sexualität muss kein Zufall sein, solange wir Wissen und Fähigkeiten dazu haben. Geschlechts- und lebensphasenspezifische Aspekte werden dabei ebenso berücksichtigt wie individuelle sexuelle Lebenswelten.
Schlüsseldimensionen Positiver Sexualität
(Weibliche) Sexualität zwischen Körper, Biografie, Beziehung und gesellschaftlichen Normen
Geschlechts- und lebensphasenspezifische Einflüsse auf Sexualität, insbesondere im Kontext der Frauengesundheit
Bedürfnisse, Lust, Grenzen, Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit
Praktische Gesprächsmodelle, Fallarbeit und Interventionen für Beratung und Therapie
Sexualität explorieren trotz Scham oder Unsicherheit
Selbstreflexion und Austausch
Sie gewinnen Sicherheit darin, Sexualität proaktiv und zugleich sensibel anzusprechen. Sie üben konkrete Gesprächseinstiege, Fragen und Interventionen für Beratungen rund um sexuelle Gesundheit. Sie wissen, weshalb eine sexpositivere Grundhaltung Ihrerseits Ihren Klientinnen und Ihnen beim Wachstum hilft. Sie erhalten Impulse für Anamnese, Exploration und Intervention.
Sexnegativität wird mit vielen sozialen Problemen in Verbindung gebracht, darunter verschiedene Formen der Diskriminierung, Defizite bei der Sexualerziehung und unwirksame Maßnahmen bei der Bekämpfung von Sexualstraftaten (Williams et al., 2015). Daher ist es dringend erforderlich, die guten Seiten von Sex und Sexualität stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.
PsychotherapeutInnen erhalten in diesem Seminar Impulse für Anamnese, Exploration und ressourcenorientierte Interventionen.
Vorkenntnisse zu Positiver Psychologie sind willkommen, aber nicht erforderlich. Voraussetzung ist die Bereitschaft, über Sexualität zu sprechen und andere sprechen zu hören. Die Teilnehmenden sollten über einen ungestörten Arbeitsplatz verfügen, da persönliche Haltungen, Scham und sensible Fallkonstellationen thematisiert werden. Austausch in Kleingruppen sollte möglich sein. Mikrofon und Kamera werden benötigt.
Ulrike Kiewitt arbeitet als Psychologin, systemische Coach und psychologische Trainerin u.a. mit dem Forschungsschwerpunkt „Sexualität“ und ist angehende Psychotherapeutin.
Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.
Die Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt und entsprechen in der Regel der Anzahl der Unterrichtseinheiten. Diese werden von der jeweiligen Landesärztekammer für die Anrechnung von CME-Punkten teilnehmender Ärzte und Ärztinnen anerkannt. Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Ansprechpartner bei Ihrer Landesärztekammer.
Henning, A.-M. & Von Keiser, A. (2018). Make More Love. Ein Aufklärungsbuch für Erwachsene. Goldmann.
Psychotherapeutische Berufsgruppen; Coaches + SupervisorInnen; BeraterInnen; Klinisches Arbeitsfeld; Psychosoziales Arbeitsfeld; Sexualberatung; Erziehungs- und Familienberatungsstellen; Studierende; Andere Berufe mit fachlichem Bezug
Das Seminar findet über die Plattform Zoom statt. Als technische Voraussetzungen benötigen Sie ein Notebook/ PC mit Kamera und Mikrofon (Headset empfohlen) und eine stabile Internetverbindung.
Eine stabile Datenverbindung und für das Seminar erforderliche und funktionierende Hardware (Rechner, Bildschirm, Lautsprecher/Kopfhörer/Headset, Mikrofon, Kamera) sind im Vorfeld der Seminarteilnahme durch die Teilnehmenden sicher zu stellen.
Teilmodul von:Fachkunde FrauengesundheitEin gendersensibles Curriculum für die psychologische Praxis