Nicht alles, was in der Therapie geschieht, wird ausgesprochen. Körperhaltung, Mimik, Stimme, Bewegung und körperliche Resonanz geben wichtige Hinweise auf das Beziehungsgeschehen. Das Seminar vermittelt praxisnah, wie solche nonverbalen Signale wahrgenommen, verstanden und therapeutisch genutzt werden können.
Wenn Menschen denken, fühlen und miteinander in Beziehung treten, ist der Körper immer beteiligt. Die psychodynamische Tradition hat sich früh mit dem nonverbalen und körperlich vermittelnden Beziehungsgeschehen beschäftigt. Heute gewinnt Embodiment, etwa in Form von Achtsamkeit, Focusing sowie emotions- und beziehungsorientierten Ansätzen verfahrensübergreifend an Bedeutung. Das Seminar verbindet diese Perspektiven und bietet einen praktischen Übungsraum, szenisches Verstehen, körperbezogene Interaktionsprozesse und Interventionen effektiv in den therapeutischen Prozess zu integrieren.
Körper in der Psychotherapie: theoretische Grundlagen und zentrale Konzepte wie Körperselbst und verkörperte Interaktion
Non-verbale Prozesse und körperliche Resonanz in der therapeutischen Beziehung
Schärfung der Wahrnehmung für szenische und körperinteraktive Prozesse
Prototypische und reale Fallbeispiele
Vorstellung einer konkreten körperpsychotherapeutischen Interventionshierarchie
Praktische Übungen zu szenischen und körperpsychotherapeutischen Interventionen
Dieses Seminar mit Workshop-Charakter kombiniert theoretische Inhalte mit praktischen Übungen. Sie schulen und vertiefen Ihre Kompetenzen im szenischen Verstehen therapeutischer Kontaktmomente und lernen dieses mit Interventionen aus der Körperpsychotherapie zu verknüpfen. Somit erweitern Sie Ihr therapeutisches Feingefühl und bekommen wertvolle, praktische Impulse zur Gestaltung des therapeutischen Geschehens.
Das Seminar richtet sich an PsychotherapeutInnen, die Ihr Repertoire um körpertherapeutische Elemente erweitern, sowie Ihre Wahrnehmung und das Verständnis von non-verbalen Interaktionen vertiefen möchten. Das Seminar ist interdisziplinär und schulenübergreifend ausgelegt, es sind keine psychodynamischen Vorkenntnisse erforderlich.
Der Dozent ist Psychologischer Psychotherapeut (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in freier Praxis. Er ist zudem Dozent, Supervisor und Lehrtherapeut. Er hat Zusatzqualifikationen in systemischer Paar- und Familientherapie (EZI) sowie in psychodynamischer Körperpsychotherapie (G. Downing).
Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.
Die Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt und entsprechen in der Regel der Anzahl der Unterrichtseinheiten. Diese werden von der jeweiligen Landesärztekammer für die Anrechnung von CME-Punkten teilnehmender Ärztinnen und Ärzte anerkannt. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Landesärztekammer.
PsychologInnen; Kinder- und JugendpsychotherapeutInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; PsychotherapeutInnen in Ausbildung; Ärztliche PsychotherapeutInnen; Klinisches Arbeitsfeld; Psychosoziales Arbeitsfeld
