Cybermobbing kann tiefe psychische Spuren hinterlassen. Beschämung, Ohnmacht, Entwertung und soziale Ausgrenzung prägen das Erleben der Betroffenen. Der Vortrag beleuchtet psychische Prozesse hinter dem „Gemobbt-Sein“ und richtet den Fokus auf das zentrale Erleben Betroffener.
Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Dynamik menschlicher Beziehungen und bringt neue Formen sozialer Ausgrenzung hervor. Cybermobbing betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene. Gerade im öffentlichen und beruflichen Raum wird deutlich, wie Menschen sich in sozialen Netzwerken gegenseitig angreifen, abwerten oder öffentlich beschämen – etwa in politischen Debatten. Der Vortrag betrachtet diese Dynamiken generationenübergreifend und richtet den Blick auf psychodynamische, kognitive und affektive Prozesse hinter digitaler Entwertung und sozialer Ausgrenzung.
Psychologische und psychodynamische Tiefenstruktur von Cybermobbing
Erleben des „Gemobbt-Seins“: Beschämung, Ohnmacht und Entwertung
Auswirkungen digitaler Gewalt auf Selbstbild, Identität und soziale Beziehungen
Kognitive und affektive Prozesse bei Betroffenen
Mögliche psychische Folgen wie Angst, Depression, Isolation und traumatische Reaktionen
Besonderheiten und Dynamiken von Ausgrenzung im digitalen Raum
Bedeutung für Diagnostik, Gesprächsführung und unterstützende psychotherapeutische Begleitung
Sie gewinnen ein vertieftes Verständnis für die psychologischen Prozesse hinter Cybermobbing und das Erleben des „Gemobbt-Seins“. Sie lernen, Beschämung, Ohnmacht und Entwertung differenzierter wahrzunehmen und können dieses Wissen für die Diagnostik, Gesprächsführung und psychotherapeutische Arbeit mit Betroffenen gezielt einsetzen.
Dr. Nady Mirian ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und beschäftigt sich wissenschaftlich und in ihrer praktischen Tätigkeit intensiv mit Phänomenen von Ausgrenzung. Sie forschte an der Universität zu Köln und lehrte an der Universität Paris Nanterre zu den Themen Cybermobbing sowie den Auswirkungen sozialer Medien auf die Psyche.
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Olweus, D. (2006). Gewalt in der Schule: Was Lehrer und Eltern wissen sollten – und tun können (4., durchgesehene und aktualisierte Aufl.). Bern: Hogrefe.
PsychologInnen; Psychotherapeutische Berufsgruppen; PsychotherapeutInnen in Ausbildung; ÄrztInnen; Psychosoziales Arbeitsfeld; Erziehungs- und Familienberatungsstellen; Studierende
Das Seminar findet über die Plattform Zoom statt. Als technische Voraussetzungen benötigen Sie ein Notebook/ PC mit Kamera und Mikrofon (Headset empfohlen) und eine stabile Internetverbindung.
Eine stabile Datenverbindung und für das Seminar erforderliche und funktionierende Hardware (Rechner, Bildschirm, Lautsprecher/Kopfhörer/Headset, Mikrofon, Kamera) sind im Vorfeld der Seminarteilnahme durch die Teilnehmenden sicher zu stellen.