Curriculum Psychotraumatherapie mit EMDR

Curriculum Psychotraumatherapie mit EMDR

Nach den neuen Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatherapie

Curriculum Psychotraumatherapie mit EMDR

Nach den neuen Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatherapie

Um Patientinnen mit Traumafolgestörungen angemessen zu versorgen, bedarf es umfassender gesicherter Kenntnisse in Psychotraumatologie und in Psychotherapie von Traumafolgestörungen. Die von der DeGPT anerkannte Weiterbildung vermittelt therapeutische Kompetenzen und Methoden für die Behandlung posttraumatischer Störungsbilder bei Erwachsenen.

Für Erwachsene mit Traumafolgestörungen stehen wirksame Ansätze zur Verfügung, die das therapeutische Vorgehen praxisbezogen auf effektive Weise ergänzen. Das Curriculum fördert die therapeutischen Kompetenzen im Sinne einer schonenden, ressourcen- und zielorientierten psychotherapeutischen Behandlung und umfasst sieben Termine plus ein bis drei Vertiefungsmodule. Das Curriculum basiert auf einem methodenintegrativen Konzept. Die traumatherapeutische Methode Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) wird in dieser Weiterbildung vertieft behandelt. Vertiefungsmodule werden in 2023 angeboten.

Wesentliche Inhalte:

  • Theoretische Grundlagen der speziellen Psychotraumatherapie

  • Diagnostik und Differentialdiagnostik von Traumafolgestörungen

  • Interkulturelle Kompetenzen

  • Beziehungsgestaltung, insbesondere bei interpersoneller Traumatisierung

  • Techniken zur Ressourcenaktivierung und zur Förderung der Affektregulation

  • Behandlung akuter Traumafolgestörungen und Krisenintervention

  • Traumafokussierte Behandlung von PTBS (non-komplexe PTBS)

  • Behandlung komplexer Traumafolgestörungen einschließlich Dissoziativer Störungen (KTBS)

  • Selbsterfahrung und Psychohygiene 

  • Traumaspezifische Supervision

  • Vertiefungsmodul „Behandlung akuter Traumafolgestörungen“

  • Vertiefungsmodul „Interkulturelle Kompetenz“

  • Vertiefungsmodul „Dissoziative Störung“

Nutzen und Mehrwert:

Das Curriculum ist eine an den aktuellen S3-Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen und anderen Traumafolgestörungen orientierte Fortbildung und ergänzt Ihre bisherige therapeutische Arbeit um neue und vielfältig einsetzbare traumatherapeutische Methoden. Die Übungen an konkreten Fällen machen die neu erlernten Methoden praktisch greifbar und erleichtern den Transfer in den Therapiealltag.

Wissenswertes:

Die DozentInnen verfügen über ein sehr breites Fachwissen und gehören zu den erfahrensten ExpertInnen in Deutschland.

Voraussetzung für die Teilnahme am Curriculum ist die Anerkennung als ärztliche/r oder psychologische/r PsychotherapeutIn. PsychotherapeutInnen in Ausbildung können teilnehmen, sobald ihnen die Behandlungserlaubnis erteilt wurde. Eine Zertifizierung durch die Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatherapie (DeGPT) ist erst nach der Approbation möglich. Für das Curriculum Psychotraumatherapie werden bei der Psychotherapeutenkammer Berlin Fortbildungspunkte beantragt. Von der Psychotherapeutenkammer Berlin anerkannte Fortbildungsangebote können sich teilnehmende ÄrztInnen analog CME-Punkte auf ihrem Punktekonto anrechnen lassen.

 

Abschluss und Zertifizierung:

Das Curriculum wird in Kooperation mit dem ID-Institut Kassel und der Berliner Akademie für Psychotherapie veranstaltet. Es folgt den 2020 aktualisierten Empfehlungen der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und ist von der DeGPT für die Zusatzqualifikation „Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)“ anerkannt. Ergänzend sind für die Zertifizierung das Absolvieren eines Vertiefungsmoduls im Umfang von 16 Unterrichtseinheiten, 20 Stunden traumaspezifische Supervision und ein Abschlusskolloquium nach Erlangen der Approbation verpflichtend. Weitere Informationen finden Sie hier.

Durch das Zertifikat der DeGPT sind alle Anforderungen zur Beteiligung am Psychotherapeutenverfahren der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) - bis auf die verpflichtende Teilnahme an einer Einführungsveranstaltung dazu - erfüllt. Weitere allgemeine Informationen zum Psychotherapeutenverfahren finden Sie hier.

Die Inhalte des Curriculums sind so gestaltet, dass auch die Qualifikation gemäß den Vorgaben der Psychotherapievereinbarungen für die Anwendung von EMDR als Schulen ergänzende Psychotherapiemethode im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung möglich ist.

Literaturempfehlungen:

Schäfer, I., Gast, U., Hofmann, A., Knaevelsrud, C., Lampe, A., Liebermann, P., Lotzin, A., Maercker, A., Rosner, R., Wöller, W. (Hrsg.): S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung, Springer 2019.

Sachsse, U., C. Vogel, F. Leichsenring (2006). "Results of psychodynamically orientiented trauma-focused inpatient treatment for women with complex posttraumatic stress disorder (PTSD) and borderline personality disorder (BPD)." Bulletin of the Menninger Clinic 70(2): 125-144.

Cloitre, M. (2009) Effective Psychotherapies for Posttraumatic Stress Disorder. CNS Spectrums, 14 (1), 32 – 43.

Eignung:

Psychologische PsychotherapeutInnen; PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA mit Behandlungserlaubnis); Ärztliche PsychotherapeutInnen









Steffi Dadier

Ihre Ansprechpartnerin

Steffi Dadier (030) 209 166 314 s.dadier@psychologenakademie.de
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