Cannabiskonsum und cannabisbezogene Störungen gewinnen in der therapeutischen Praxis zunehmend an Bedeutung. Insbesondere seit dem Inkrafttreten des Cannabisgesetzes im Jahr 2024 ergeben sich im klinischen Alltag verstärkt Fragen zum angemessenen Umgang mit Cannabiskonsum und cannabisbezogenen Störungsbildern.
Der Vortrag vermittelt einen Überblick über relevante Hintergrundinformationen zu Cannabis, die für die therapeutische Praxis von Bedeutung sein können und stellt die veränderten diagnostischen Kriterien nach ICD-11 vor. Das Cannabisgesetz, das sowohl die (Teil-)Legalisierung von Cannabis in Deutschland als auch die Verschreibung von Medizinal-Cannabis regelt, wird näher beleuchtet. Ergänzend werden zentrale Herausforderungen, darunter Stigmatisierung und Fragen der Versorgung, thematisiert. Abschließend werden therapeutische Behandlungskonzepte, insbesondere der Ansatz der zieloffenen Suchtarbeit, vorgestellt und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Behandlung herausgearbeitet.
Basiskonstellationen (Cannabiskonsum, Wirkstoffe, Typen, Effekte Konsumformen, Risiken)
Aktuelle Entwicklungen (Legalisierung, Medizinal-Cannabis)
Cannabisbezogene Störungen (ICD-11, Psychotherapie Richtlinie)
Versorgung (Herausforderungen und Chancen)
Im Vortrag erhalten Sie einen Überblick über das Thema Cannabiskonsum und cannabisbezogene Störungen. Darüber hinaus werden aktuelle Entwicklungen sowie zentrale Herausforderungen im klinischen Umgang mit Cannabiskonsum und cannabisbezogenen Störungen skizziert.
Dr. Jeanette Röhrig ist stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suchtpsychologie und geschäftsführende Gesellschafterin des Instituts „Center for Clinical Innovation in Addiction Research“ (CORE) gUG. Aktuell arbeitet sie als stationsleitende Psychologische Psychotherapeutin auf zwei qualifizierten Entzugsstationen. Der Vortrag richtet sich an Behandelnde, die im klinischen Alltag mit Menschen arbeiten, die Cannabis riskant konsumieren oder unter cannabisbezogenen Störungen leiden.
Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.
Die Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt und entsprechen in der Regel der Anzahl der Unterrichtseinheiten. Diese werden von der jeweiligen Landesärztekammer für die Anrechnung von CME-Punkten teilnehmender Ärzte und Ärztinnen anerkannt. Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Ansprechpartner bei Ihrer Landesärztekammer.
Topthema Cannabis (2025); Suchttherapie, 2, 49-104. DOI: 10.1055/s-015-61662
AWMF (2025). S3-Leitlinie Cannabisbezogene Störungen.
https://www.infos-cannabis.de/
PsychologInnen; Psychotherapeutische Berufsgruppen; ÄrztInnen; BeraterInnen; Klinisches Arbeitsfeld; Suchtberatung; Studierende; Keine Beschränkungen; Andere Berufe mit fachlichem Bezug
Das Seminar findet über die Plattform Zoom statt. Als technische Voraussetzungen benötigen Sie ein Notebook/ PC mit Kamera und Mikrofon (Headset empfohlen) und eine stabile Internetverbindung.
Eine stabile Datenverbindung und für das Seminar erforderliche und funktionierende Hardware (Rechner, Bildschirm, Lautsprecher/Kopfhörer/Headset, Mikrofon, Kamera) sind im Vorfeld der Seminarteilnahme durch die Teilnehmenden sicher zu stellen.