Essstörungen belasten meist nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch deren An- und Zugehörige. Das Seminar vertieft Wissen und praktische Fähigkeiten in der Beratung von Zugehörigen essgestörter Personen, erörtert Grenzen und Chancen und gibt Anregungen für die Informationsvermittlung und gemeinsame Reflexion von Rollen und Dynamiken.
Bevölkerungsdaten legen nahe, dass gegenüber der Prävalenz von Personen mit Essstörungen mehr Menschen in deren sozialen Umfeld klinisch bedeutsam mitbetroffen sind – egal ob Eltern, Kinder, PartnerInnen, FreundInnen etc. Studien belegen die Bedeutung der Unterstützung von An- und Zugehörigen für den Verlauf von Essstörungen. Doch was passiert, wenn diese an eigene Grenzen stoßen und die Sorge zur Belastung wird? Familienmitglieder fühlen sich im Therapieprozess häufig ausgeschlossen. Viele Behandelnde erkennen, dass die Einbeziehung von An- und Zugehörigen im Therapieprozess entscheidend ist, doch oft fehlen klare Ansätze, wie diese Personen gezielt unterstützt oder in den Heilungsprozess integriert werden können.
Essstörungen: Grundlagen und Forschungsstand
Auswirkungen und Einflussfaktoren von Essstörungen auf das soziale Umfeld
Zugehörige essgestörter Menschen: Belastungen
Rolle(n), emotionale Belastung und Grenzen der Einflussnahme von Zugehörigen im Genesungsprozess
Praxis: Wirksame Unterstützungsangebote für Zugehörige, hilfreiche Strategien zur Entlastung, Selbstfürsorge und Stärkung der Zugehörigen & Tools zur gemeinsamen Erarbeitung eines funktionaleren Umgangs mit Betroffenen
Das praxisorientierte Seminar vertieft Ihr Verständnis der Situation Zugehöriger und zeigt Ihnen Handlungsoptionen im Umgang mit Menschen mit Essstörungen im sozialen Umfeld. Sie entwickeln ein Verständnis für die Herausforderungen und Bedürfnisse Zugehöriger und Strategien zur Unterstützung Betroffener.
Es werden sowohl Strategien und deren Vermittlung zur Unterstützung der Betroffenen als auch Bereiche wie Abgrenzung und Selbstfürsorge thematisiert.
Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.
Die Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt und entsprechen in der Regel der Anzahl der Unterrichtseinheiten. Diese werden von der jeweiligen Landesärztekammer für die Anrechnung von CME-Punkten teilnehmender Ärzte und Ärztinnen anerkannt. Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Ansprechpartner bei Ihrer Landesärztekammer.
PsychologInnen; Psychotherapeutische Berufsgruppen; ÄrztInnen; Coaches + SupervisorInnen; BeraterInnen; Studierende
Das Seminar findet über die Plattform Zoom statt. Als technische Voraussetzungen benötigen Sie ein Notebook/ PC mit Kamera und Mikrofon (Headset empfohlen) und eine stabile Internetverbindung.
Eine stabile Datenverbindung und für das Seminar erforderliche und funktionierende Hardware (Rechner, Bildschirm, Lautsprecher/Kopfhörer/Headset, Mikrofon, Kamera) sind im Vorfeld der Seminarteilnahme durch die Teilnehmenden sicher zu stellen.