Hier kostenlos das Seminarprogramm für 2026 bestellen »


Behandlungsalternative Kontrolliertes Trinken

Behandlungsalternative Kontrolliertes Trinken

Wirksame Ansätze jenseits des Abstinenzparadigmas

Behandlungsalternative Kontrolliertes Trinken

Wirksame Ansätze jenseits des Abstinenzparadigmas

Die über 60-jährige Forschung zum Kontrollierten Trinken zeigt, dass auch eine Trinkmengenreduktion ein erreichbares und sinnvolles Behandlungsziel bei Alkoholkonsumstörungen darstellen kann. Der Vortrag stellt Behandlungsprogramme zum Kontrollierten Trinken jenseits der Abstinenzdoktrin vor.

Seit Verbreitung der Annahmen der Anonymen Alkoholiker (1939) und Jellineks (1960) über das „Wesen“ des Alkoholismus gilt Alkoholabstinenz als einzige Möglichkeit zur Überwindung einer Alkoholabhängigkeit. Die meisten Menschen mit einer Alkoholkonsumstörung (DSM-5) sind jedoch für ein gänzlich alkoholfreies Leben und entsprechende Behandlungen nicht zu gewinnen, weil lebenslange Abstinenz ihren Lebensvorstellungen widerspricht, sie überfordert oder eine Karriere des Scheiterns mit Abstinenzbehandlungen hinter ihnen liegt. Wird eine Abstinenzbehandlung auf äußeren Druck hin begonnen, ist mit zielbedingtem Widerstand („Durchziehen“ der Behandlung ohne Abstinenzbereitschaft), Therapieabbrüchen und nur mäßigen Erfolgen zu rechnen.

Wesentliche Inhalte:

  • Hintergrund der Abstinenzdoktrin

  • Behandlungsprogramme zum Kontrollierten Trinken: Varianten und Wirksamkeit

  • Einsatz in verschiedenen Settings: Psychotherapie, Psychosomatik, Psychiatrie, Verkehrstherapie, Beratung etc.

Nutzen und Mehrwert:

Kurzinterventionen, Selbsthilfemanuale und Einzel- oder Gruppenbehandlungen zum Kontrollierten Trinken erweisen sich über das gesamte Spektrum der Alkoholkonsumstörungen als kurz- und langfristig wirksam zur Reduktion des Alkoholkonsums und alkoholassoziierter Probleme. Darüber hinaus fördern sie den Übergang zur Abstinenz.

Wissenswertes:

Der Vortrag richtet sich ausdrücklich auch an PsychotherapeutInnen, bei deren PatientInnen Substanzkonsumstörungen (riskanter Konsum, Missbrauch, Abhängigkeit) eine – oft unerkannte – komorbide Problematik zur Primärdiagnose (Depression, Angststörung, PTBS etc.) darstellen.

Abschluss und Zertifizierung:

Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Die Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt und entsprechen in der Regel der Anzahl der Unterrichtseinheiten. Diese werden von der jeweiligen Landesärztekammer für die Anrechnung von CME-Punkten teilnehmender Ärzte und Ärztinnen anerkannt. Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Ansprechpartner bei Ihrer Landesärztekammer.

Eignung:

PsychologInnen; Psychotherapeutische Berufsgruppen; ÄrztInnen; HR-Fachkräfte (Betriebliches Gesundheitsmanagement); BeraterInnen; Klinisches Arbeitsfeld; Psychosoziales Arbeitsfeld; Suchtberatung; Studierende; Weitere (GesundheitswissenschaftlerInnen); Andere Berufe mit fachlichem Bezug

Seminarzeiten:

Mi.20.01.202718:00 - 19:30

Veranstaltungsort:

Das Seminar findet über die Plattform Zoom statt. Als technische Voraussetzungen benötigen Sie ein Notebook/ PC mit Kamera und Mikrofon (Headset empfohlen) und eine stabile Internetverbindung.

Eine stabile Datenverbindung und für das Seminar erforderliche und funktionierende Hardware (Rechner, Bildschirm, Lautsprecher/Kopfhörer/Headset, Mikrofon, Kamera) sind im Vorfeld der Seminarteilnahme durch die Teilnehmenden sicher zu stellen.


Yvette Tischer

Ihre Ansprechpartnerin

Yvette Tischer (030) 209 166 333 y.tischer@psychologenakademie.de
Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung wird das Modul B2 der Fortbildung Psychologische Gesundheitsförderung (BDP) für die Zertifizierung Fachpsychologin/Fachpsychologe Gesundheitspsychologie (BDP) abgedeckt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren