Psychologische Prognosebegutachtung im Strafrecht

Psychologische Prognosebegutachtung im Strafrecht

Grundlagen für verschiedene Strafrechtsbereiche

Psychologische Prognosebegutachtung im Strafrecht

Grundlagen für verschiedene Strafrechtsbereiche

Die Anforderungen an eine prognostische Einschätzung unterscheiden sich je nach Strafrechtsbereich. Sie lernen die jeweils passenden Prognoseinstrumente und den Ansatz der ideographischen Prognose kennen. Zudem erwerben Sie Know-how zu gutachterlichen "Sonderfällen" wie Behandlungsmaßnahmen in der Sicherungsverwahrung.

Die Prognose der Gefährlichkeit von Straftätern ist ein zentrales Betätigungsfeld für psychologische Sachverständige. Hier geht es auch darum, durch fundierte Expertisen die Position in der Begutachtung solcher Fragen zu wahren und aufzubauen. Im Seminar lernen Sie die aktuellen Anforderungen an die sachverständige Tätigkeit im Strafrecht kennen und werden befähigt, verschiedene Prognoseinstrumente je nach Fragestellung sicher einzusetzen.

Wesentliche Inhalte:

  • Rechtliche Grundlagen: Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, Spannungsfeld: Recht auf Freiheit/Schutz der AllgemeinheitAngemessene Analyse der Aktenlage und Aufbau eines Prognosegutachtens

  • Methoden der eigenen Erhebung, Exploration, Testpsychologie, (kritische) Anwendung statistischer Prognosemanuale

  • Bewertung der Ergebnisse aufgrund allgemeiner Kriminalitätstheorien und individueller Bewertungen

  • Formulieren einer angemessenen Kriminalprognose (Behandlungsprognose, Sozialprognose, Legalprognose), Bsp. Sexualstraftäter

  • Hinweise über (externe) psychosoziale Hilfssysteme (Bewährungsempfehlungen)

  • Risikomanagement nach Haftentlassung

Nutzen und Mehrwert:

Neben der Wissensvermittlung im Vortrag werden im Seminar auch Methoden der praktischen Fallarbeit in Gruppen genutzt, um Sie mit verschiedenen Prognoseinstrumenten vertraut zu machen. Sie werden befähigt, diese sicher einzusetzen und deren Ergebnisse für Ihre Arbeit angemessen zu werten.

Wissenswertes:

Seminarzeiten:

 

Freitag, 12.11.2021 10:00 - 18:00 Uhr

Samstag, 13.11.2021 09:00 - 17:00 Uhr

Literaturempfehlungen:

Boetticher, A., et al, Mindestanforderungen an Prognosegutachten, Forensische Psychiatrie, Psychotherapie, Kriminologie, 2007, 1, 90-100

Dahle,K.P.(2006): Grundlagen und Methoden der Kriminalprognose, in Kröber, H.L., Dolling, D., Leygraf, H., Sass, H.: Handbuch der forensischen Psychiatrie, Band III

König, A. (2010): Der Nutzen standardisierter Risikoprognoseinstrumente für Einzelfallentscheidungen in der forensischen Praxis, in: Recht und Psychiatrie, Heft 2/2010

Rettenberger, M., von Franqué F. (Hrsg.) 2013 Handbuch kriminalprognosticher Verfahren, Göttingen Hogrefe

Eignung:

PsychologInnen; Kinder- und JugendpsychotherapeutInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; Studierende (Studierende Master, Master kurz vor dem Abschluss)


Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 20 91 66 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Das Seminar ist für Schwerpunkt B2 der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/ Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/ DGPs anerkannt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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