Krisensituationen und Ausbildung von Spezialeinheiten

Krisensituationen und Ausbildung von Spezialeinheiten

Psychologische Tätigkeiten im Polizeidienst

Krisensituationen und Ausbildung von Spezialeinheiten

Psychologische Tätigkeiten im Polizeidienst

Neben einem umfassenden Überblick über die Struktur der Polizei erfahren Sie, wie PsychologInnen die polizeiliche Arbeit, insbesondere in polizeilichen Krisensituationen unterstützen können. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf einem Einblick, welche psychologischen Inhalte in der Aus- und Fortbildung polizeilicher Spezialeinheiten thematisiert werden.

In einem Methodenmix aus Vortrag und Kleingruppenarbeit wird anhand von Echtfällen (darunter für die Lehre freigegebene Tonbandaufzeichnungen aus Geiselnahmen und Bedrohungslagen, Erpresserschreiben, Amokankündigungen) das Vorgehen im Zuge einer Bedrohungs- und Risikoanalyse demonstriert und Schlussfolgerungen für die polizeiliche Intervention abgeleitet. So erarbeiten die TeilnehmerInnen selbst die Grenzen und Möglichkeiten psychologischer Arbeit im Polizeidienst.

Wesentliche Inhalte:

  • Darstellung der Polizei in ihrer hierarchischen Ordnung und ihren Funktionsbereichen (unter anderem Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Bereitschaftspolizei, Bundespolizei)

  • Zusammenarbeit mit übergeordnete Behördenstrukturen: Landeskriminalamt (LKA), Bundeskriminalamt (BKA) und MinisterienTätereinschätzung in polizeilichen Krisensituationen

  • Verhandlungsstrategien mit TäterInnen in polizeilichen Ausnahmesituationen

  • Methoden der forensischen Linguistik als Methode der Tätereinschätzung in Erpressungslagen

  • Überblick über die bisherigen Erkenntnisse zu den Tat- und Tätermerkmalen bei Amoklagen und Möglichkeiten der frühzeitigen Identifikation möglicher TäterInnen

Nutzen und Mehrwert:

Das Seminar gibt einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Polizei und PsychologInnen zur Bewältigung polizeilicher Einsatzlagen. In diesem Zusammenhang werden Methoden zur Einschätzung der Täterpersönlichkeit, seiner Handlungsmotive und seiner Gefährlichkeit und daraus abgeleitete polizeiliche Verhandlungsstrategien als polizeiliche Lagelösung erarbeitet. Das Seminar bietet vorwiegend die Möglichkeit, Einsatzlagen aus polizeilicher Sicht kennenzulernen und vor dem Hintergrund psychologischen Fachwissens zu bewerten.

Wissenswertes:

Seminarzeiten:

 

Freitag, 16.10.2020 09:00 - 16:00 Uhr

Samstag, 17.10.2020 09:00 - 16:00 Uhr

 

Das Seminar findet über die Plattform Zoom statt. Als technische Voraussetzungen benötigen Sie ein Notebook/PC mit Kamera und Mikrofon (Headset empfohlen) und eine stabile Internetverbindung. Die Sicherstellung einer stabilen Datenverbindung und von für das Seminar erforderlicher und funktionierender Hardware (Rechner, Bildschirm, Lautsprecher/Kopfhörer/Headset, Mikrofon, Kamera) sind im Vorfeld der Seminarteilnahme durch die Teilnehmer sicher zu stellen. Sie erhalten von uns bei Anmeldung eine schriftliche Anleitung für die Teilnahme an Zoomseminaren.

Literaturempfehlungen:

Groote, E. von (2002). Prognose von Täterverhalten bei Geiselnahmen zur Einschätzung von Gewaltbereitschaft und Suizidneigung. Frankfurt / Main: Verlag für Polizeiwissenschaft

Giebels, E. & Noelanders, S. (2004). Crisis negotiations: a multiparty perspective. Veenendaal: Universal Press.

McMains, M.J., & Mullins, W.C. (2006). Crisis Negotiations: Managing Critical Incidents and Hostage Situations in Law Enforcement and Corrections. Cincinnati, OH: Anderson Publishing.

Rogan, R.G. & Hammer, M.R. (2002). Crisis negotiations: a communication-based approach. In H. Giles (Ed.), Law enforcement, communication and community (pp. 229-254). Amsterdam: John Benjamins.

Weßel-Therhorn, D. (2011). Mehrebenenanalyse von Verhandlungsgesprächen in Fällen von Geiselnahmen und Bedrohungslagen. Frankfurt / Main: Verlag für Polizeiwissenschaft

Eignung:

PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; Studierende (Master kurz vor dem Abschluss)


Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 20 91 66 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Das Seminar ist für Schwerpunkt A2 der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/ Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/ DGPs anerkannt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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