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Die Borderline-Störung in der Begutachtung

Die Borderline-Störung in der Begutachtung

Psychopathologie trifft Aussagepsychologie

Die Borderline-Störung in der Begutachtung

Psychopathologie trifft Aussagepsychologie

Erwerben Sie Expertise als Sachverständige zu aussagepsychologischen Fragestellungen in Verfahren mit Hinweisen auf eine Borderline-Störung und stärken Sie Ihre Kompetenz, eigenständig differenzierte diagnostische Einschätzungen vorzunehmen.

Nach der Rechtsprechung des BGH sind aussagepsychologische Sachverständige verpflichtet, bei Hinweisen auf eine mögliche Borderline-Störung eigenständig und fallspezifisch zu prüfen, welche Symptome vorliegen und welche Folgen sich für Aussagetüchtigkeit, -validität und -qualität ergeben. Im Seminar erfahren Sie, wie Sie Diagnosen weder unkritisch übernehmen noch vorschnell ausschließen. Stattdessen erarbeiten Sie sich ein strukturiertes Vorgehen, das fachlich fundierte und rechtssichere Entscheidungen ermöglicht.

Wesentliche Inhalte:

  • Hintergrundwissen zur Borderline-Störung – Konzepte, Symptome, Diagnose, Behandlung

  • Mögliche Auswirkungen Borderline-spezifischer Symptome auf Aussagetüchtigkeit, Aussagevalidität und Aussagequalität

  • Konkretes Vorgehen im Rahmen der Begutachtung – Exploration und Erkennen möglicher Symptome, fallspezifische Einordnung und Bewertung

  • Praxisnahe Fallbeispiele und anwendungsorientierte Übungen

Nutzen und Mehrwert:

Das Seminar stärkt Ihre Entscheidungssicherheit im Umgang mit Zeuginnen und Zeugen mit Borderline-Symptomatik. Anhand einschlägiger Fallbeispiele üben Sie, die BGH-Vorgaben der eigenständigen Auseinandersetzung mit der Diagnose und fallspezifischen Beurteilung möglicher Symptome im Hinblick auf die Glaubhaftigkeit der Angaben sicher umzusetzen.

Wissenswertes:

Die Dozentin verfügt über nahezu 30 Jahre Erfahrung in der Erstellung aussagepsychologischer Gutachten. Dank ihrer Doppelqualifikation als Psychologische Psychotherapeutin liegt ihr Schwerpunkt auf Fällen, in denen Aussagen psychisch erkrankter Zeuginnen und Zeugen zu beurteilen sind. Ein besonderer Fokus gilt dabei der Borderline-Störung: Betroffene tragen nicht nur ein erhöhtes Risiko, Opfer von Sexualdelikten und/oder häuslicher Gewalt zu werden, sondern es wird zugleich ein erhöhtes Risiko möglicher Aussageverzerrungen diskutiert.

Abschluss und Zertifizierung:

Dieses Seminar ist im Rahmen der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/in für Rechtspsychologie BDP/DGPs für den Schwerpunkt B4 mit 16 UE anerkannt, sofern Sie außerdem mindestens ein Grundlagenseminar zur Aussagepsychologie besucht haben.

Literaturempfehlungen:

Daber, B, & Müller, R. (2022): Die aussagepsychologische Analyse einer Zeug:innenaussage bei Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung und einer dissoziativen Identitätsstörung. In: Praxis der Rechtspsychologie 32 (2), November 2022, S. 35–63 https://doi.org/10.51625/pdr20220202

Gewehr, E., Zimmermann, J. Persönlichkeit und Glaubhaftigkeit: dimensionale Diagnostik problematischer Persönlichkeitsmerkmale für die aussagepsychologische Praxis. Forens Psychiatr Psychol Kriminol 19, 249–259 (2025). https://doi.org/10.1007/s11757-025-00896-1

Volbert, R & Steller, M (2020): Die Begutachtung der Glaubhaftigkeit. In: Foerster / Habermeyer / Dreßing: Psychiatrische Begutachtung, S. 757 – 792

Eignung:

PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; ÄrztInnen (Neurologie und Psychiatrie); Ärztliche PsychotherapeutInnen (Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie)

Seminarzeiten:

Sa.23.10.202710:00 - 18:00
So.24.10.202709:00 - 17:00

Veranstaltungsort:

Grünberger Str. 54 | 10245 Berlin
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Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 209 166 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Das Seminar ist für Schwerpunkt B4 der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/ Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/ DGPs anerkannt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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