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Videosprechstunde in der Psychotherapiepraxis: Mehr Spielraum, aber klare Regeln

Videosprechstunden als fester Bestandteil in der Psychotherapie. So ändert sich der Praxisalltag für PsychotherapeutInnen.
Videosprechstunde in der Psychotherapiepraxis: Mehr Spielraum, aber klare Regeln

Inhalt:

  1. Videosprechstunden als fester Bestandteil in der Psychotherapie
  2. Wir stellen vor – Die Videosprechstunde von paula
  3. Videosprechstunde in der Psychotherapie – Ein Fazit

Die Videosprechstunde ist in der psychotherapeutischen Praxis längst nicht mehr wegzudenken. Spätestens seit den jüngsten Anpassungen der Vorgaben durch die Kassenärztlichen Vereinigung ist sie zu einem festen Baustein im Praxisalltag geworden – vorausgesetzt, Indikation, Ablauf und Technik stimmen. Für Praxen heißt das: mehr Flexibilität in der Versorgung, aber auch mehr Verantwortung in der Organisation.

Seit dem 1. Januar 2025 dürfen psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen grundsätzlich auch per Video durchgeführt werden. Die KBV beschreibt den Spielraum inzwischen recht klar: PsychotherapeutInnen können fast alle Leistungen der Psychotherapie-Richtlinie per Videosprechstunde anbieten, sofern aus therapeutischer Sicht nichts dagegenspricht. Dazu zählen neben psychotherapeutischer Sprechstunde und probatorischer Sitzung auch Akutbehandlungen sowie Einzel- und Gruppentherapien. Bis zu 50 % der PatientInnen im Quartal können sogar ausschließlich in Videosprechstunden versorgt werden. Eine relevante Grenze bleibt bei der Gruppentherapie: In der Videositzung dürfen maximal acht PatientInnen plus TherapeutIn teilnehmen.

Videosprechstunden als fester Bestandteil in der Psychotherapie

Damit verschiebt sich die zentrale Frage im Praxisalltag: nicht mehr, ob eine Videosprechstunde möglich ist, sondern in welchen Konstellationen sie fachlich sinnvoll eingesetzt werden kann. Zur Sicherung der Behandlungskontinuität, bei langen Anfahrtswegen oder zur Überbrückung einzelner Termine kann das Format eine praktikable Lösung sein. In diagnostisch unklaren Situationen oder bei komplexer Krisendynamik bleibt die Präsenzsitzung jedoch häufig das sicherere Setting. Diese Abwägung ist also oft keine technische, sondern eine therapeutische Entscheidung.

Wir stellen vor – Die Videosprechstunde von paula

Im Jahr 2025 hat die Deutsche Psychologen Akademie die Praxissoftware paula entwickelt, um dem wachsenden Bedarf an Digitalisierung in Psychotherapiepraxen gerecht zu werden. Mit paula steht Psychotherapiepraxen eine Softwarelösung zur Verfügung, die zentrale Praxisabläufe in einem System bündelt: Videosprechstunde, digitaler Terminkalender, Patientenmanagement und Praxiswebseite greifen ineinander und erleichtern so die Organisation im Alltag. Termine lassen sich strukturiert planen, digitale Sitzungen direkt in den Behandlungsablauf integrieren und Patientendaten übersichtlich verwalten. Ergänzend bietet ein Praxisprofil auf psychotherapiesuche.de die Möglichkeit, das eigene Leistungsangebot professionell darzustellen und PatientInnen einen niedrigschwelligen Zugang zur Praxis zu ermöglichen. Somit bündelt paula die wesentlichen Bausteine der Praxisorganisation in einem digitalen System – von der Terminvergabe bis zur Videosprechstunde.

Videosprechstunde in der Psychotherapie – Ein Fazit

Die Regelungen zur Videosprechstunde sind für psychotherapeutische Praxen spürbar liberaler geworden. Gleichzeitig bleibt der Qualitätsrahmen eng – zu Recht. Wer die Videosprechstunde erfolgreich einsetzen will, braucht nicht nur einen zertifizierten Anbieter, sondern muss vor allem fachlich richtig einschätzen, in welchen Situationen das Format sinnvoll eingesetzt werden kann. Die Videosprechstunde ist damit kein technisches Beiwerk, sondern ein fester Baustein der psychotherapeutischen Versorgung.

 

 

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