Umgangsrecht

Umgangsrecht

Grundlagenwissen für die psychologische Begutachtung in Familiensachen

Umgangsrecht

Grundlagenwissen für die psychologische Begutachtung in Familiensachen

Fragen zum Umgangsrecht sind häufige Themen der psychologischen Begutachtung. Die im Seminar vermittelten rechtlichen Grundlagen, Modelle zur Gestaltung des Umgangs, Hinweise auf problematische Verhaltensweisen der Eltern und/oder dritter Personen und Interventionen bereiten Sie auf Ihre Sachverständigentätigkeit vor.

Das Umgangsrecht sieht einen regelhaften Umgang der Eltern mit dem Kind vor. Dies sowohl nach Trennung der Eltern, als auch bei Fremdunterbringungen. Nur bei Gefährdungen des Kindeswohls kann der Umgang der Eltern dauerhaft eingeschränkt oder ausgeschlossen werden. Auch andere Personen haben unter bestimmten Voraussetzungen ein Umgangsrecht, hier aber nur, wenn dies dem Kindeswohl dient. Vor einem Umgangsausschluss, der immer nur das letzte Mittel sein kann, stehen eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen der Jugendhilfe und des Familiengerichts. Wesentliche Grundlagen für Ihre Gutachtertätigkeit bei Fragen zum Umgang und zentrale Eckpunkte, wie der Aufbau des Gutachtens, diagnostische Entscheidungen und das Aussprechen von Empfehlungen, vermittelt das Seminar anschaulich und praxisnah.

Wesentliche Inhalte:

  • Grundlagen des Umgangsrechts (materielles Recht, Verfahrensrecht, Jugendhilferecht) und die Rechtspraxis

  • Kooperation mit dem Familiengericht und der Jugendhilfe im Umgangsrechtsverfahren

  • Gründe für den Umgang und für den Ausschluss des Umgangs

  • Problematik des Parental Alienation Syndrom (PAS) für die Begutachtung

  • Begleiteter Umgang (Konzepte, Indikation, Finanzierung)

  • Aufbau des schriftlichen Gutachtens

Nutzen und Mehrwert:

Das Seminar bereitet Sie für die Begutachtung von Fragestellungen zum Umgangsrecht vor. Durch den Einbezug des kompletten gutachterlichen Prozesses lernen Sie, Möglichkeiten und Gefährdungen und deren Folgen für die Gestaltung des Umgangs adäquat einzuschätzen. Zudem werden Sie dafür sensibilisiert, ihre Rolle als psychologische/r Sachverständige/r zu reflektieren.

Wissenswertes:

Seminarzeiten:

 

Freitag, 03.12.2021 13:00 - 20:30 Uhr

Samstag, 04.12.2021 09:00 - 17:00 Uhr

Literaturempfehlungen:

Balloff, R. (2004). Kinder vor dem Familiengericht. München: Ernst Reinhardt.

zzzDettenborn, H., Walter, E. (2002). Familienrechtspsychologie. München: Ernst Reinhardt.

zzzSalzgeber, J. (2001). Familienpsychologische Gutachten. Rechtliche Vorgaben und sachverständiges Vorgehen. München: C. H. Beck.

Walter, E. (1999). Begleiteter Umgang (§ 1684 Abs. 4 BGB) - Erfahrungen, Konzeptionen, Praxismodelle und neue Möglichkeiten. Familie, Partnerschaft, Recht, 5(4), S. 204-211.

zzzWalter, E. (2004).Umgang mit dem in Familienpflege untergebrachten Kind, §§ 1684, 1685 BGB - psychologische Aspekte.Familie, Partnerschaft, Recht, 10 (8), S. 415-419.

Eignung:

PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; Studierende (Studierende Master, Master kurz vor dem Abschluss)


Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 20 91 66 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Das Seminar ist für Schwerpunkt B5 der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/ Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/ DGPs anerkannt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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