Traumatische Ereignisse, Traumatisierung und Traumafolgestörungen

Traumatische Ereignisse, Traumatisierung und Traumafolgestörungen

Ein Trauma macht vor keinem Halt!

Traumatische Ereignisse, Traumatisierung und Traumafolgestörungen

Ein Trauma macht vor keinem Halt!

Wann wird eine Belastung zu einem Trauma? Wann ist es akut, wann chronisch? Was spielt Salutogenese für eine Rolle? Wie handeln NotfallpsychologInnen und wann bedarf es einer Psychotherapie? Das Seminar gibt einen Überblick zu Störungsbildern, Interventions- und Therapiemethoden, deren inhaltliche Abgrenzung und zu Traumafolgestörungen verbundenen juristischen Fragestellungen.

Akute Belastungen oder extrem belastende Ereignisse werden von den Betroffenen individuell unterschiedlich verarbeitet. Notfallpsychologische Interventionen sollten diesen individuellen Bedingungen angepasst werden, um weiteren Schaden oder ggf. eine Pathologisierung und Chronifizierung zu vermeiden. Dieses Modul vermittelt wichtige Grundlagen zu bekannten Störungsbildern und gibt eine fachlich fundierte Einschätzung über Art, Ausmaß und Dauer notfallpsychologischer Interventionen und einen möglichen Psychotherapiebedarf. Es beleuchtet Interventionsmethoden der Psychischen Ersten Hilfe und der Traumatherapie und lehrt die Unterschiede zu erkennen und anzuwenden.

Wesentliche Inhalte:

  • Salutogenese

  • Ätiopathogenese, Verlauf, Prognose und Komorbidität von Traumafolgestörungen

  • Diagnostik, Klassifikation und Indikationsstellung von Traumafolgestörungen

  • Traumafolgestörungen in der ICD 10 und im DSM 5

  • Grundlagen der Psychischen Ersten Hilfe und Techniken der Ressourcenaktivierung, der Stabilisierung und Affektregulation

  • Überblick zur Psychotherapie bei Anpassungs- und Traumafolgestörungen - Diagnostik, Klassifikation und Indikationsstellung

  • Juristische Fragestellungen, die sich in Bezug auf Traumafolgestörungen ergeben können (Schweigepflicht, Schuldfähigkeit)

Nutzen und Mehrwert:

Im Zeichen von Covid-19, einer Belastung und Herausforderung mit weltweiter Relevanz, zeigt sich, dass psychische erste Hilfe und die Therapie von Traumafolgestörungen aktueller sind als je zuvor. Grundkenntnisse in den Bereichen Stressbelastung, Extremstressbelastung, Psychopathologie, Psychotraumatologie, Diagnostik und Indikationsstellung sind unabdingbare Vorbedingungen in der Ausübung der Tätigkeit als NotfallpsychologIn. Das Wissen um juristische Feinheiten untermauert Ihr sicheres Auftreten im Umgang mit dem Thema Schweigepflicht und mit Straftaten, die ggf. im Rahmen einer eingeschränkten Schuldfähigkeit, bzw. Schuldunfähigkeit vorgenommen wurden.

Abschluss und Zertifizierung:

Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Literaturempfehlungen:

Hausmann, Clemens. Handbuch Notfallpsychologie und Traumabewältigung. 2005. Wien: Facultas.

Lueger-Schuster, Brigitte et al, Hrsg. Psychosoziale Hilfe bei Katastrophen und komplexen

Schadenslagen. 2006. Wien: Springer.

Weißkopf, Moritz, Langer, Clivia, Kretschmann, Karin, Hrsg. Psychozoziale Nachsorge nach der Jahrhundertflut in Sachsen. 2005. Tübingen: dgvt.

Eignung:

PsychologInnen; Kinder- und JugendpsychotherapeutInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; Ärztliche PsychotherapeutInnen; Studierende (Master kurz vor dem Abschluss)

Curriculum Notfallpsychologie - 

Teilmodul des Curriculums:Curriculum Notfallpsychologie

Yvette Jendreizik

Ihre Ansprechpartnerin

Yvette Jendreizik (030) 20 91 66 333 y.jendreizik@psychologenakademie.de
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an unsere Ansprechpartnerin.

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