Traumatische Ereignisse, Traumatisierung und Traumafolgestörungen/Notfall Suizid

Traumatische Ereignisse, Traumatisierung und Traumafolgestörungen/Notfall Suizid

Ein Trauma macht vor keinem Halt!

Traumatische Ereignisse, Traumatisierung und Traumafolgestörungen/Notfall Suizid

Ein Trauma macht vor keinem Halt!

Wann wird eine Belastung zu einem Trauma? Wann ist es akut, wann chronisch? Was spielt Salutogenese für eine Rolle? Wie handeln NotfallpsychologInnen und wann bedarf es einer Psychotherapie? Das Seminar gibt einen Überblick zu Störungsbildern, Interventions- und Therapiemethoden und deren inhaltliche Abgrenzung.

Akute Belastungen oder extrem belastende Ereignisse werden von den Betroffenen individuell unterschiedlich verarbeitet. Notfallpsychologische Interventionen sollten diesen individuellen Bedingungen angepasst werden, um weiteren Schaden oder ggf. eine Pathologisierung und Chronifizierung zu vermeiden. Dieses Modul vermittelt wichtige Grundlagen zu bekannten Störungsbildern und gibt eine fachlich fundierte Einschätzung über Art, Ausmaß und Dauer notfallpsychologischer Interventionen und einen möglichen Psychotherapiebedarf. Im zweiten Teil des Moduls steht das professionelle Vorgehen bei Suizidalität und bezüglich des Umgangs mit Suizidverdacht und –gefährdung im Mittelpunkt.

Wesentliche Inhalte:

  • Salutogenese

  • Ätiopathogenese, Verlauf, Prognose und Komorbidität von Traumafolgestörungen

  • Diagnostik, Klassifikation und Indikationsstellung von Traumafolgestörungen

  • Traumafolgestörungen in der ICD 10 und im DSM 5

  • Grundlagen der Psychischen Ersten Hilfe und Techniken der Ressourcenaktivierung, der Stabilisierung und Affektregulation

  • Überblick zur Psychotherapie bei Anpassungs- und Traumafolgestörungen - Diagnostik, Klassifikation und Indikationsstellung

  • Notfallpsychologisches Vorgehen in suizidalen Krisensituationen und bei erfolgten Suiziden

Nutzen und Mehrwert:

Grundkenntnisse in den Bereichen Stressbelastung, Extremstressbelastung, Psychopathologie, Psychotraumatologie, Diagnostik und Indikationsstellung sind unabdingbare Vorbedingungen in der Ausübung der Tätigkeit als NotfallpsychologIn. Sie lernen die Unterschiede zwischen Interventionsmethoden der Psychischen Ersten Hilfe und der Traumatherapie zu erkennen. Desweiteren können Sie in diesem Modul Ihre Kompetenzen für notfallpsychologische Einsätze in suizidalen Krisensituationen erweitern.

Abschluss und Zertifizierung:

Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Die Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt und entsprechen in der Regel der Anzahl der Unterrichtseinheiten.

Literaturempfehlungen:

Hausmann, Clemens. Handbuch Notfallpsychologie und Traumabewältigung. 2005. Wien: Facultas.

Lueger-Schuster, Brigitte et al, Hrsg. Psychosoziale Hilfe bei Katastrophen und komplexen

Schadenslagen. 2006. Wien: Springer.

Weißkopf, Moritz, Langer, Clivia, Kretschmann, Karin, Hrsg. Psychozoziale Nachsorge nach der Jahrhundertflut in Sachsen. 2005. Tübingen: dgvt.

Eignung:

PsychologInnen; Kinder- und JugendpsychotherapeutInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; Ärztliche PsychotherapeutInnen; Studierende (Master kurz vor dem Abschluss)

Seminarzeiten:

Fr.25.02.2022 - Sa.26.02.202209:00 - 17:00
Curriculum Notfallpsychologie - Teilmodul von:Curriculum Notfallpsychologie

Yvette Tischer

Ihre Ansprechpartnerin

Yvette Tischer (030) 20 91 66 333 y.tischer@psychologenakademie.de
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