Nicht alle Schmerzen sind heilbar

Nicht alle Schmerzen sind heilbar

Über das Recht auf Untröstlichkeit und die Würde des Leidens

Nicht alle Schmerzen sind heilbar

Über das Recht auf Untröstlichkeit und die Würde des Leidens

Therapeutinnen und Therapeuten haben, wenn nicht gar den Anspruch, so doch sicher den Wunsch zu heilen. Aber es gibt unaufgelöste und unauflösbare Konflikte, Kränkungen, Lebenssituationen. Wie gehen wir in der Therapie damit um, wie unterstützen wir Patienten und Patientinnen dabei, mit dem Schmerz zu leben?

Am Ende einer Therapie soll es den Patientinnen und Patienten spürbar besser gehen. Und manchmal bleiben Probleme übrig, nicht nur das, was Freud die Restneurose nennt. Es gibt auch Schmerzen, die nicht so einfach heilen, zum Beispiel ein Ehemann, der im Wachkoma liegt. Da ist ein Kind, das verschwunden ist, oder ein Sterben, das Schuldgefühle hinterlässt. Auch Abtreibungen, Unrecht, das anderen zugefügt, Entscheidungen, die bereut wurden und unerfüllte Lebenswünsche hinterlassen manchmal unbewältigbare, unheilbare Schmerzen. Dazu kommt noch manchmal Scham darüber, mit etwas nicht fertig zu werden.

Wesentliche Inhalte:

  • Akzeptanz von Leid und Schmerz

  • Würde des Leidens

  • Unterscheidung zwischen Selbst-Mitgefühl und Selbstmitleid

  • Realitätsprüfung: Gibt es wirklich keine Lösung?

  • Was ist eine angemessene Methodik?

  • Umgang mit Ablehnung – auch in Form von gutgemeinten Ratschlägen.

  • Integration des Leidens - Weiterleben

Nutzen und Mehrwert:

Sie werden im Workshop ermutigt, auch mit schweren Problemen von Patientinnen und Patienten ohne Ängste umzugehen. Therapeutinnen und Therapeuten können nicht für alles eine Lösung finden. Es gilt, die eigenen Grenzen zu akzeptieren und auch die Tatsache, dass nicht alle Schmerzen heilbar sind. Das sollte nicht hilflos machen. Wir haben die Möglichkeit, durch reines Mitgefühl und Akzeptanz Leiden zu lindern.

Wissenswertes:

Die Dozentin ist Diplom-Psychologin und seit vielen Jahren als Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Tiefenpsychologie in eigener Praxis tätig. Sie verfügt über Fortbildungen in Körpertherapie, der Therapie mit älter werdenden Menschen und Traumatherapie nach PITT. Seit einigen Jahren ist sie auch als Dozentin sowie als erfolgreiche Autorin von Fachbüchern und Ratgeberliteratur tätig.

Dieses Seminar findet im Rahmen der Berliner Fortbildungswoche Psychotherapie 2023 statt. Die Teilnahme an den Expertenvorträgen (Online) am Samstag, 02.09.20223 ist kostenfrei, sobald Sie ein Seminar in der Fortbildungswoche Psychotherapie gebucht haben. Eine Anmeldung zum Onlinevortrag ist erforderlich.

Veranstaltungsort:

Haus der Psychologie

Am Köllnischen Park 2

10179 Berlin

Abschluss und Zertifizierung:

Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Die Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt und entsprechen in der Regel der Anzahl der Unterrichtseinheiten. Diese werden von der jeweiligen Landesärztekammer für die Anrechnung von CME-Punkten teilnehmender Ärztinnen und Ärzte anerkannt. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Landesärztekammer.

Literaturempfehlungen:

Rohwetter, A. (2022). Was wäre, wenn... – Überraschende Interventionen in schwierigen Therapiesituationen. Stuttgart: Kohlhammer Verlag

Eignung:

PsychologInnen; Kinder- und JugendpsychotherapeutInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; PsychotherapeutInnen in Ausbildung; ÄrztInnen; Ärztliche PsychotherapeutInnen; Klinisches Arbeitsfeld; Psychosoziales Arbeitsfeld

Seminarzeiten:

Di.29.08.202309:15 - 17:15
Berliner Fortbildungswoche Psychotherapie 2023 - 
Menschliche Begegnung – Selbsterleben – Naturerfahrungen 
Teilmodul von:Berliner Fortbildungswoche Psychotherapie 2023 Menschliche Begegnung – Selbsterleben – Naturerfahrungen

Steffi Dadier

Ihre Ansprechpartnerin

Steffi Dadier (030) 209 166 314 s.dadier@psychologenakademie.de
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an unsere Ansprechpartnerin.

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