Leitliniengerechte Psychotherapie

Leitliniengerechte Psychotherapie

Störungen durch Substanzgebrauch und verwandte Verhaltensstörungen

Leitliniengerechte Psychotherapie

Störungen durch Substanzgebrauch und verwandte Verhaltensstörungen

Die evidenzbasierte Psychotherapie ist ein entscheidender Bestandteil einer integrativen Behandlung substanzbezogener Störungen. Es werden Therapieverfahren und -techniken vorgestellt und praktisch erlernt, die ambulant und stationär sowie im Einzel- als auch im Gruppensetting sinnvoll sind. 

In den neuen S3-Leitlinien wird die Bedeutung der Psychotherapie bei der Behandlung substanzbezogenen Störungen herausgestellt. Inhalt dieses Moduls soll daher neben der Vorstellung der verschiedenen Therapiekonzepte v.a. die praktische Umsetzung der Inhalte sein, wie die Entwicklung persönlicher Therapieziele, Therapiedurchführung sowie die Rückfallprävention:  z.B. mittels Analyse des Konsumverhaltens, Umgang mit Risikosituationen und Craving, Skillsarbeit, Achtsamkeit und Erarbeitung eines Notfallplans. 

Wesentliche Inhalte:

  • Evidenzgrundlage aktueller psychotherapeutischer Interventionen bei Substanzkonsumstörungen und Verhaltenssüchten

  • Kennenlernen und Einüben psychotherapeutischer Interventionen zur Behandlung von Substanzkonsumstörungen und Verhaltenssüchten

  • Reflexion schwieriger Therapiesituationen

Nutzen und Mehrwert:

Sie lernen evidenzbasierte Verfahren und Techniken bei der Psychotherapie von Substanzkonsumstörungen und Verhaltenssüchten praktisch anzuwenden. Dazu gehört die Erarbeitung individueller Störungsbilder und Ziele sowie die darauf aufbauende Arbeit mit spezifischen Problembereichen, z.B. dem Umgang mit Risikosituationen (emotional, kognitiv, sozial, körperlich) sowie mit Craving und Rückfällen.

Wissenswertes:

Viele Betroffene nehmen zwar regelmäßig therapeutische Dienstleistungen in der primären Gesundheitsversorgung wahr, ein eher geringer Teil erhält jedoch fachspezifische Hilfen im Rahmen der Suchtkrankenhilfe (AWMF 2021). Oft sind substanzbezogene und verhaltensbezogene Suchtstörungen nur zu einem unzureichenden Teil Gegenstand psychotherapeutischer Aus- und Weiterbildung, was die Hemmschwelle zur Behandlung weiter erhöht. Dabei gibt es evidenzbasierte und gut wirksame psychotherapeutische Behandlungsmethoden, die im Rahmen dieser Veranstaltung vermittelt werden.

Literaturempfehlungen:

Altmannsberger, W., Jatzlau, N., Klein-Isberner, T. (2004). Kognitiv-verhaltenstherapeutische Rückfallprävention bei Alkoholabhängigkeit: Ein Trainingsmanual. Göttingen: Hogrefe.  

Bowen, S., Chawla, N., Marlatt, GA. (2012). Achtsamkeitsbasierte Rückfallprävention bei Substanzabhängigkeit: Das MBRP-Programm. Weinheim: Beltz.  

Klos, H., & Görgen, W. (2020). Rückfallprophylaxe bei Drogenabhängigkeit: Ein Trainingsprogramm. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Göttingen: Hogrefe.

Seminarzeiten:

Sa.13.01.202409:00 - 17:45
Fachkunde Suchtpsychologie - 
Weiterbildung in Kooperation mit der DGSPS
Teilmodul von:Fachkunde Suchtpsychologie Weiterbildung in Kooperation mit der DGSPS

Yvette Tischer

Ihre Ansprechpartnerin

Yvette Tischer (030) 209 166 333 y.tischer@psychologenakademie.de
Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung wird das Modul B2 des Zertifikats Psychologische Gesundheitsförderung und Prävention BDP für PsychologInnen abgedeckt. Weitere Informationen finden Sie hier.

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