Krisensituationen und Ausbildung von Spezialeinheiten

Krisensituationen und Ausbildung von Spezialeinheiten

psychologische Tätigkeiten im Polizeidienst

Krisensituationen und Ausbildung von Spezialeinheiten

psychologische Tätigkeiten im Polizeidienst

Neben einem umfassenden Überblick über die Struktur der Polizei erfahren Sie, wie PsychologInnen die polizeiliche Arbeit, insbesondere in polizeilichen Krisensituationen unterstützen können. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf einem Einblick, welche psychologischen Inhalte in der Aus- und Fortbildung polizeilicher Spezialeinheiten thematisiert werden.

In einem Methodenmix aus Vortrag und Kleingruppenarbeit wird anhand von Echtfällen (darunter für die Lehre freigegebene Tonbandaufzeichnungen aus Geiselnahmen und Bedrohungslagen, Erpresserschreiben, Amokankündigungen) das Vorgehen im Zuge einer Bedrohungs- und Risikoanalyse demonstriert und Schlussfolgerungen für die polizeiliche Intervention abgeleitet. So erarbeiten die Teilnehmer selbst die Grenzen und Möglichkeiten psychologischer Arbeit im Polizeidienst.

Wesentliche Inhalte:

  • Darstellung der Polizei in ihrer hierarchischen Ordnung und ihren Funktionsbereichen (unter anderem Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Bereitschaftspolizei, Bundespolizei)

  • Zusammenarbeit mit übergeordnete Behördenstrukturen: Landeskriminalamt (LKA), Bundeskriminalamt (BKA) und Ministerien

  • Tätereinschätzung in polizeilichen Krisensituationen

  • Verhandlungsstrategien mit Tätern in polizeilichen Ausnahmesituationen

  • Methoden der forensischen Linguistik als Methode der Tätereinschätzung in Erpressungslagen

  • Überblick über die bisherigen Erkenntnisse zu den Tat- und Tätermerkmalen bei Amoklagen und Möglichkeiten der frühzeitigen Identifikation möglicher Täter

Nutzen und Mehrwert:

Das Seminar gibt einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Psychologen/innen zur Bewältigung polizeilicher Einsatzlagen. In diesem Zusammenhang werden Methoden zur Einschätzung der Täterpersönlichkeit, seiner Handlungsmotive und seiner Gefährlichkeit und daraus abgeleitete polizeiliche Verhandlungsstrategien als polizeiliche Lagelösung erarbeitet. Das Seminar bietet vorwiegend die Möglichkeit, Einsatzlagen aus polizeilicher Sicht kennenzulernen und vor dem Hintergrund psychologischen Fachwissens zu bewerten.

Wissenswertes:

Seminarzeiten:

 

Freitag, 26.03.2021 10:00 - 18:00 Uhr

Samstag, 27.03.2021 09:00 - 17:00 Uhr

Literaturempfehlungen:

Groote, E. von (2002). Prognose von Täterverhalten bei Geiselnahmen zur Einschätzung von Gewaltbereitschaft und Suizidneigung. Frankfurt / Main: Verlag für Polizeiwissenschaft

Giebels, E. & Noelanders, S. (2004). Crisis negotiations: a multiparty perspective. Veenendaal: Universal Press.

McMains, M.J., & Mullins, W.C. (2006). Crisis Negotiations: Managing Critical Incidents and Hostage Situations in Law Enforcement and Corrections. Cincinnati, OH: Anderson Publishing.

Rogan, R.G. & Hammer, M.R. (2002). Crisis negotiations: a communication-based approach. In H. Giles (Ed.), Law enforcement, communication and community (pp. 229-254). Amsterdam: John Benjamins.

Weßel-Therhorn, D. (2011). Mehrebenenanalyse von Verhandlungsgesprächen in Fällen von Geiselnahmen und Bedrohungslagen. Frankfurt / Main: Verlag für Polizeiwissenschaft

Eignung:

PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; Studierende (Studierende Master, Master kurz vor dem Abschluss)


Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 20 91 66 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Das Seminar ist für Schwerpunkt A2 der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/ Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/ DGPs anerkannt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren


Weitere Veranstaltungen der Dozenten