Forensische Tathergangsanalyse

Forensische Tathergangsanalyse

Rechtspsychologische Beurteilung von Tatorten, Tathergängen und Tatbegehungsmerkmalen

Forensische Tathergangsanalyse

Rechtspsychologische Beurteilung von Tatorten, Tathergängen und Tatbegehungsmerkmalen

Wie Sie das Verhalten von Tätern und Täterinnen systematisch beurteilen und klassifizieren, erlernen Sie im Seminar anhand der Methoden der Analyse von Tathergang und Tatort. Auch das historisch zugrunde liegende Profiling von Tätern und Täterinnen zur Einschätzung von deren Entscheidungen wird kurz vorgestellt.

Die forensische Tathergangsanalyse kann in der rechtspsychologischen Praxis zum Beispiel bei der Schuldfähigkeitsbegutachtung, der Prognoseeinschätzung oder der Behandlungsplanung vielfältig angewendet werden. Ausgehend von einem kurzen historischen Abriss der internationalen Entwicklung der Profilerstellung von Tätern und Täterinnen und der rechtspsychologischen Forschung zum Themengebiet fokussiert das Seminar auf der rechtspsychologischen Tathergangsanalyse und Tatortanalyse. Hierbei lernen Sie, das Verhalten anhand von objektiven Tatbestandsmerkmalen systematisch zu analysieren.

Wesentliche Inhalte:

  • Vorstellung eines methodischen Konzepts zur psychologischen Diagnostik von Verhaltensweisen der Täter und Täterinnen

  • Vertiefende Diskussion der theoretisch-empirischen Grundlagen der relevanten Variablen und Konstrukte

  • Erläuterung der wissenschaftlich fundierten Methodik der rechtspsychologischen Tathergangsanalyse

  • Kritische Reflexion der wissenschaftlichen Grundlagen und der Gütekriterien des praktischen Vorgehens

  • Anwendung der Tathergangsanalyse in relevanten rechtspsychologischen Praxisfeldern

  • Fallbesprechungen zu Beispielen aus der Schuldfähigkeits- und Prognosebegutachtung und für die forensische Psychotherapie

Nutzen und Mehrwert:

Das Wissen um die forensische Tathergangsanalyse unterstützt Sie bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit, der Prognoseeinschätzung oder der Erstellung eines Behandlungsplans sowie der Behandlungsevaluation. Sie lernen, Entscheidungen und charakteristische Verhaltensweisen von Tätern und Täterinnen zu beurteilen. Fallbeispiele aus den Bereichen der schweren Gewalt- und Sexualstraftaten stellen den Bezug zur rechtspsychologischen Praxis her.

Literaturempfehlungen:

Müller, S., Köhler, D. & Hinrichs, G. (2005). Täterverhalten und Persönlichkeit. Frankfurt: Verlag für Polizeiwissenschaft.

Musolff, C. & Hoffmann, J. (2007). Täterprofile bei Gewaltverbrechen. 2. Auflage. Berlin: Springer.

Praxis der Rechtspsychologie, Heft 1, 2008, Themenschwerpunkte: Tathergangsanalyse

Eignung:

PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; ÄrztInnen (Rechtsmedizin); Weitere (Psychiatrie + Psychotherapie); Studierende (Studierende Master, Master kurz vor dem Abschluss)

Seminarzeiten:

Fr.10.02.202309:00 - 17:00
Sa.11.02.202309:00 - 17:00

Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 20 91 66 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Das Seminar ist für Schwerpunkt A2 der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/ Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/ DGPs anerkannt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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