Familien diagnostizieren

Familien diagnostizieren

Brettverfahren für Befunderhebung und Behandlung nutzen

Familien diagnostizieren

Brettverfahren für Befunderhebung und Behandlung nutzen

Das Familienbrett stellt die Dynamik und Beziehungsqualität in einer Familie optisch dar. Das Verfahren kann auch in der rechtspsychologischen Diagnostik genutzt werden. Ziel des Seminars ist die Vermittlung der theoretischen Grundlagen von Brettverfahren und deren praktische Anwendung.

Durch den Einsatz von Brettverfahren erhalten Sie in kurzer Zeit einen Überblick über die unterschiedlichen Perspektiven der Familienmitglieder. Beziehungsqualität und familiäre Dynamik lassen sich mit dem Familienbrett optisch darstellen. Im Familiensystem-Test wird zudem die Machtverteilung thematisiert und es existiert eine empirisch fundierte Auswertung. Brettverfahren bieten eine ideale Grundlage sowohl für die rechtspsychologische Diagnostik als auch für die psychologische Behandlung. Wie Sie diese Instrumente korrekt anwenden, erlernen Sie im Seminar anhand praktischer Beispiele.

Wesentliche Inhalte:

  • Einführung in die Mehrebenen-Arbeit: kognitiv, emotional, konkret, abstrakt

  • Multisystemisches Setting: Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

  • Wege von der Diagnostik zur Behandlung

  • Einsatz neuer Medien: E-Mail, Video

  • Dokumentation, Verschriftlichung und Auswertung von Brettverfahren

  • Topologie psychischen Lebens von Franz Brentano

Nutzen und Mehrwert:

In diesem Workshop können Sie das Verfahren des Familienbretts und Familiensystem-Tests ausprobieren und erlernen die professionelle Anwendung der Instrumente. Diese erweitern Ihr diagnostisches Portfolio für die Einschätzung familiärer Beziehungen von zu begutachtenden Personen, zeigen aber auch Ansätze zur Behandlung auf.

Wissenswertes:

Seminarzeiten:

 

Freitag, 26.11.2021 13:00 - 20:00 Uhr

Samstag, 27.11.2021 09:00 - 16:00 Uhr

Literaturempfehlungen:

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (2018). Empfehlung für die Erstellung von klinisch-gesundheitspsychologischen Sachverständigengutachten im Bereich des Familienrechts.

Erickson, S., Lilienfeld, S., Vitacco, M. (2007). Psychological testing and child custody evaluations in family court: a dialogue a critical examination of the suitability and limitations of psychological tests in family court. ZS Family court review, Vol. 45, No 2, 157-174.

Gould, J. & Martindale, D. (2007). The art and science of child custody evaluations. New York: Guilford Press.

Herzog, M. (2014). Immigration und Familiendiagnostik: Soll man bei einem Familienrechtsgutachten kulturelle Merkmale berücksichtigen? Jugendhilfe, 52, 441-445.

Herzog, M. (2016). Migration und Familiendiagnostik. Was bewirkt der Einsatz von Brettverfahren (Familienbrett & Familiensystemtest)? Psychologie in Österreich, Heft 3, S. 174-180.

Herzog, M. & Waldenmair, M. (2016). Begutachtung in Pflegschaftssachen durch den psychologischen Sachverständigen, Möglichkeiten und Grenzen. In: Völkl-Kernstock, S.& Kienberger, C. (Hrsg). (2016). Forensische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Praxishandbuch für die interdisziplinäre Zusammenarbeit: Psychologie-Medizin-Recht-Sozialarbeit. Heidelberg: Springer, 229-236.

Hommers, W. (2003). Neuere Verfahren für die familienrechtspsychologische Diagnostik. ZS Familie, Partnerschaft, Recht, 10:550-555.

Osterroth, A. (2000). Das Familienbrett in der forensischen Begutachtung. Familienrechts- und Vormundschaftssachen. In: Ludewig, K. (2000). Das Familienbrett. Göttingen: Verlag für Psychologie.

Salzgeber, J. (2018). Arbeitsbuch familienpsychologische Gutachten. München: Beck.

Eignung:

PsychologInnen; Kinder- und JugendpsychotherapeutInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; Studierende (Studierende Master, Master kurz vor dem Abschluss)


Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 20 91 66 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an unsere Ansprechpartnerin.

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