Begutachtung der Schuldfähigkeit bei „schweren anderen seelischen Störungen“

Begutachtung der Schuldfähigkeit bei „schweren anderen seelischen Störungen“

Grundlagen

Begutachtung der Schuldfähigkeit bei „schweren anderen seelischen Störungen“

Grundlagen

Dieses Seminar zur Diagnostik und forensischen Beurteilung setzt einen Schwerpunkt auf Personen mit Störungen der Persönlichkeit und Paraphilien. Beides sind „schwere andere seelische Störungen“ (SASS), deren Kriterien und Auswirkungen auf die Schuldfähigkeit Sie im Seminar vertiefend lernen.

Nach dem Zwei-Stufen-Modell der Schuldfähigkeitsbegutachtung gilt es, zunächst das Vorliegen einer relevanten psychischen Störung zu klären und danach deren rechtliche Auswirkungen zu klären. Hierunter fallen auch die „schweren anderen seelischen Störungen“ (SASS). Dieses Seminar rekapituliert zunächst das 2-Stufen-Modell der Schuldfähigkeitsbeurteilung. Danach werden Persönlichkeitsstörungen und Paraphilien als wichtigste SASS-Störungen vertiefend behandelt. Ebenso lernen Sie diesbezügliche Neuerungen der ICD-11 kennen.

Wesentliche Inhalte:

  • Das Eingangsmerkmal SASS der §§ 20 und 21

  • Diagnose und Differentialdiagnose von Persönlichkeitsstörungen

  • Standard der gutachterlichen Beurteilung von Persönlichkeitsstörungen

  • Standard der gutachterlichen Beurteilung von Paraphilien

Nutzen und Mehrwert:

Der methodische Mix aus Impulsreferat, Gruppenarbeit und Diskussion erweitert Ihr Wissen zum Eingangsmerkmal SASS und zu wichtigen Aspekten der gutachterlichen Bewertung im strafrechtlichen Kontext. Sie werden auf die Begutachtung der Schuldfähigkeit bei Paraphilien und Persönlichkeitsstörungen vorbereitet und erlernen die praktische Umsetzung der Schuldfähigkeitsbegutachtung und Prognosefindung anhand von Fallvignetten.

Wissenswertes:

Der Dozent ist seit etwa 25 Jahren mit der Therapie von Straftätern befasst und verfügt über umfassende Erfahrungen in der Begutachtung von Gewalt- und Sexualstraftätern mit (und ohne) Persönlichkeitsstörungen und Paraphilien.

Literaturempfehlungen:

Konrad N, Huchzermeier C. Forensisch-psychiatrische Begutachtung im Strafrecht. In: Konrad N, Huchzermeier C, Rasch W, editors. Forensische Psychiatrie und Psychotherapie – Rechtsgrundlagen, Begutachtung und Praxis. 5. Aufl. Stuttgart: Kohlhammer; 2019. p. 342-439.

Boetticher A, Nedopil N, Bosinski H, Sass H. Mindestanforderungen für Schuldfähigkeitsgutachten. Neue z Strafr (NStZ). 2005;25:57-62.

Kröber H-L. Die Beurteilung der Steuerungsfähigkeit bei psychischen Störungen - The psychiatric assessment of the capacity for self-control. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie. 2016;10(3):181-8

Eignung:

PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; ÄrztInnen (Rechtsmedizin); Weitere (Psychiatrie + Psychotherapie); Studierende (Studierende Master)

Seminarzeiten:

Mi.27.04.202211:00 - 19:00

Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 20 91 66 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Das Seminar ist für Schwerpunkt B1 der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/ Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/ DGPs anerkannt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren