Aufbaukurs Persönlichkeitsstörungen für Rechtspsychologinnen und -psychologen

Aufbaukurs Persönlichkeitsstörungen für Rechtspsychologinnen und -psychologen

Vertiefung: Interaktionsstörungen, Psychopathie und Borderline-Persönlichkeitsstörung

Aufbaukurs Persönlichkeitsstörungen für Rechtspsychologinnen und -psychologen

Vertiefung: Interaktionsstörungen, Psychopathie und Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die gutachterliche Beurteilung von Persönlichkeitsstörungen ist rechtsgebietsübergreifend besonders komplex.
In diesem Seminar werden die im Basis-Seminar nicht schwerpunktmäßig thematisierten Störungsbilder umfassend besprochen und erläutert, wozu auch die Borderline-Persönlichkeitsstörung und das Psychopathie-Konzept (Hare) zählen.

Nach der Illustration des Störungsmodells komplexer Interaktionsstörungen im Seminar Basiswissen Persönlichkeitsstörungen werden in diesem Aufbaukurs die verbliebenen Interaktionsstörungen vertieft sowie das Psychopathie-Konzept von Hare und die Borderline-Persönlichkeitsstörung thematisiert, für die ein weiteres Störungsmodell (Bohus) eingeführt wird.

Insbesondere die Borderline-Persönlichkeitsstörung stellt dabei für Begutachtungen rechtsgebietsübergreifend sehr hohe Anforderungen an die Sachverständigen. Daher ist wissenschaftlich fundiertes Hintergrundwissen unerlässlich, um nicht die vielen Fallstricke in der Beantwortung der Beweisfragen zu übersehen.

Wesentliche Inhalte:

Begutachtung und Diagnostik der

  • Dependenten Persönlichkeitsstörung

  • Selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung

  • Zwanghaften Persönlichkeitsstörung

  • Passiv-aggressiven Persönlichkeitsstörung

  • Paranoiden Persönlichkeitsstörung

  • Schizoiden Persönlichkeitsstörung

  • Borderline-Persönlichkeitsstörung (das neurobehaviorale Entstehungsmodell von Bohus)

  • Antisozialen Persönlichkeitsstörung (das Psychopathie-Konzept von Hare)

Nutzen und Mehrwert:

Im Seminar erweitern Sie ihr Wissen über komplexe Interaktionsstörungen und über die Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen, um rechtsgebietsübergreifend angemessen auf solche Störungen bei der Beantwortung gutachterlicher Beweisfragen eingehen zu können.

Wissenswertes:

In diesem Aufbaukurs werden Kenntnisse aus dem Seminar "Basiswissen Persönlichkeitsstörungen für RechtspsychologInnen - Diagnostik und Interaktion in verschiedenen Begutachtungskontexten" vorausgesetzt.

Literaturempfehlungen:

  • Sachse, R. (2018). Persönlichkeitsstörungen (3. Auflage). Göttingen: Hogrefe.

  • Sachse, R. (2014). Manipulation und Selbsttäuschung.

  • Stoffels, H. (2004). Pseudoerinnerungen oder Pseudologien? Von der Sehnsucht, Traumaopfer zu sein, In: W. Vollmoeller (Hrsg.), Grenzwertige psychische Störungen (33-45). Stuttgart: Thieme.

  • Steller, M. (2018). Justizirrtümer. Praxis der Rechtspsychologie, 28 (2), 121-136.

Eignung:

PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; PsychotherapeutInnen in Ausbildung; ÄrztInnen (Neurologie und Psychiatrie, Rechtsmedizin); Ärztliche PsychotherapeutInnen; Studierende (Master kurz vor dem Abschluss)

Seminarzeiten:

Do.18.07.202413:00 - 20:00
Fr.19.07.202409:00 - 16:30

Christiane Jähnig

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Jähnig (030) 209 166 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
Das Seminar ist für Schwerpunkt A3 der Weiterbildung zum/zur Fachpsychologen/ Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/ DGPs anerkannt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Stimmen zur Veranstaltung

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„Die Seminare von Herrn Hermes sind immer sehr unterhaltsam, informativ, praxisnah und auf dem neusten Stand der aktuellen Forschung. Fallbeispiele veranschaulichen und machen es auch Nicht-Klinikern verständlich.“
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„Großes Lob an den Dozenten, der es schafft, diese komplexen Konstrukte so pointiert und eindrücklich zu illustrieren. Die vielen kleinen Berichte aus der Praxis und das tolle Fachwissen des Dozenten haben die Störungsbilder für mich viel greifbarer und verständlicher gemacht.“

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