Angehörigenarbeit bei Abhängigkeitserkrankungen

Angehörigenarbeit bei Abhängigkeitserkrankungen

Das Community Reinforcement-basierte Familientraining CRAFT

Angehörigenarbeit bei Abhängigkeitserkrankungen

Das Community Reinforcement-basierte Familientraining CRAFT

Angehörige von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen werden durch das existierende Suchthilfesystem kaum erreicht und weisen eine erhöhte Rate stressbedingter Erkrankungen auf. Das CRAFT-Konzept zielt ab auf Empowerment Angehöriger zur Beeinflussung der Abhängigkeit und der Verbesserung ihrer Lebensqualität.

CRAFT ist eine individualisierte, nicht-konfrontative Strategie für Angehörige von Suchtkranken, die nach einer Meta-Analyse zu den wirksamsten Interventionsansätzen im Bereich der Suchtkrankenhilfe zählt. Ziel der Intervention ist es, neben der Verbesserung der Lebensqualität der Angehörigen die abhängigkeitserkrankte Person durch Training wirksamer Bewältigungsstrategien und Verbesserung der Kommunikation bei Angehörigen zur Aufnahme einer Behandlung zu motivieren.

Wesentliche Inhalte:

  • Motivierungsstrategien für Angehörige

  • Auslöser und Konsequenzen des Konsumverhalten verstehen: Funktionale Verhaltensanalyse

  • Sicherheit gewährleisten: Gewaltpräventive Strategien

  • Verbesserung der kommunikativen Fertigkeiten

  • Beeinflussung des Konsumverhaltens I: Nutzung positiver Verstärkung

  • Beeinflussung des Konsumverhaltens II: Nutzung negativer Konsequenzen

  • Strategien zur Verbesserung der Lebensqualität von Angehörigen

  • Motivierung der abhängigkeitserkrankten Person, Hilfe in Anspruch zu nehmen

Nutzen und Mehrwert:

Im Seminar erlernen Sie strukturierte Interventionen zum Coaching Angehöriger von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Diese ermöglichen Ihnen, auf Basis operanter Lernprinzipien Angehörige zu schulen, durch eigene Verhaltensänderungen Suchtmittelkonsum für nahestehende Personen mit Abhängigkeitserkrankungen unattraktiver und gesunde Verhaltensalternativen attraktiver zu machen.

Wissenswertes:

Angehörige von Abhängigkeitserkrankten leiden unter ausgeprägter Hilflosigkeit, insbesondere bei starken emotionalen Bindungen und geringer Veränderungsmotivation der erkrankten Person. CRAFT hilft bei der Klärung eigener Handlungsmöglichkeiten und coacht auf Basis eines individualisierten Störungsverständnisses Angehörige mit unterschiedlichen Beziehungsarten (Eltern, Partner, Kinder). Bei Psychotherapiepatientinnen und -patienten mit abhängigkeitserkrankten Angehörigen kann das Konzept Veränderungen nachhaltiger gestalten.

Der Dozent hat die in den USA entwickelten Materialien ins Deutsche übersetzt und leitete eine randomisiert-kontrollierten Studie zu CRAFT in Deutschland.

Die Veranstaltung findet über die Plattform Zoom statt. Als technische Voraussetzung benötigen Sie ein Notebook/PC/Tablet mit Kamera und Mikrofon (Headset empfohlen) und eine stabile Internetverbindung.

Abschluss und Zertifizierung:

Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Die Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt und entsprechen in der Regel der Anzahl der Unterrichtseinheiten. Diese werden von der jeweiligen Landesärztekammer für die Anrechnung von CME-Punkten teilnehmender Ärzte und Ärztinnen anerkannt. Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Ansprechpartner bei Ihrer Landesärztekammer.

Literaturempfehlungen:

Smith, J.E. & Meyers, R.J. (2013). Mit Suchtfamilien arbeiten. CRAFT: Ein neuer Ansatz für die Angehörigenarbeit. Psychiatrie-Verlag.

Eignung:

PsychologInnen; Psychotherapeutische Berufsgruppen; ÄrztInnen; Coaches + SupervisorInnen; Suchtberatung; Weitere (GesundheitswissenschaftlerInnen); Andere Berufe mit fachlichem Bezug

Seminarzeiten:

Sa.16.03.202409:00 - 17:30
So.17.03.202409:00 - 16:45
Berliner Fortbildungswoche Body & Soul - 
Stressbewältigung, Entspannung und gesunde Lebensführung 

Teilmodul von:Berliner Fortbildungswoche Body & Soul Stressbewältigung, Entspannung und gesunde Lebensführung

Yvette Tischer

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Yvette Tischer (030) 209 166 333 y.tischer@psychologenakademie.de
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