Polizeilich relevante Gefährdungssituationen

Polizeilich relevante Gefährdungssituationen

Kontaktgestaltung und Zusammenarbeit mit den polizeilichen Behörden

Polizeilich relevante Gefährdungssituationen

Kontaktgestaltung und Zusammenarbeit mit den polizeilichen Behörden

Das Seminar fokussiert auf den Umgang mit Eskalations- und Bedrohungssituationen. Es wird differenziert, wann ein Eingehen auf einen Klienten noch sinnvoll und möglich ist und wann ein Eingreifen polizeilicher Behörden angezeigt ist. Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit der Polizei.

Im Mittelpunkt dieses Seminars steht der Umgang mit Eskalations- und Bedrohungssituationen. Im Besonderen werden polizeitaktische Bedrohungslagen thematisiert, in denen ein Klient die Bewegungs- und Handlungsfreiheit professioneller Fachkräfte einschränkt. Gemeinsam wird diskutiert, wann ein kommunikatives Eingehen auf einen Klienten - ohne Eingreifen polizeilicher Behörden - noch sinnvoll und möglich ist. Ein Fokus des Seminars liegt auf der Zusammenarbeit mit der Polizei und den dazu notwendigen einrichtungsinternen Personensicherungs- und Dokumentationsmethoden.

Wesentliche Inhalte:

  • Definition von Bedrohungssituationen, polizeitaktischen Bedrohungslagen und Geiselnahmen

  • Einblick in polizeiliche Strukturen und polizeiliche Ansprechpartner

  • Konzept der so genannten "Erstsprecher" (Fachkräfte mit gezielter Ausbildung für einen Erstkontakt zu einem eskalierenden Klienten)

  • Sinnhafte Dokumentationsmethoden

  • Ineinandergreifen von professionellen Fachkräften und Polizei 

Nutzen und Mehrwert:

Im Seminar werden Sie für Konfliktsituationen sensibilisiert, die im professionellen Arbeitsalltag über rein verbale Attacken hinausgehen und das Potential für körperliche Übergriffigkeit beinhalten. Neben kommunikativ-deeskalierenden Einflussmöglichkeiten werden Hinweise für einrichtungsinterne Sicherungsstrukturen aufgezeigt und insbesondere die Ausbildung von Erstsprechern thematisiert.

Wissenswertes:

Das Konzept von Erstsprechern basiert auf der Idee, dass eine Deeskalation der Situation über das Eingreifen eines neutralen Dritten ermöglicht wird, der gezielt für diese Aufgabe ausgewählt und geschult ist. Im Zweifelsfall überbrückt der Erstsprecher die Zeitspanne, die notwendig ist, um die polizeilichen Behörden mit Informationen zu versorgen und das polizeiliche Eingreifen vorzubereiten. Dr. Denise Weßel-Therhorn ist Psychologin, Master of Criminology and Police Science und u.a. in der Aus- und Fortbildung polizeilicher Spezialeinheiten tätig.

 

 

Seminarzeiten:

 

Donnerstag, 16.09.2021 09:00 - 18:00 Uhr

Literaturempfehlungen:

Bilsky, W., Weßel-Therhorn, D. & Kalus, A. (2014). Krisenverhandlungen, In: T. Bliesener, G. Koehnken & F. Lo?sel (Hrsg.), Lehrbuch der Rechtspsychologie. Bern: Huber.

Grubb, A. R., Brown, S. J., Hall, P., & Bowen, E. (2019). From “sad people on bridges” to “kidnap and extortion”: Understanding the nature and situational characteristics of hostage and crisis negotiator deployments. Negotiation and Conflict Management Research, 12(1), 41-65.

Giebels, E. & Taylor, P. J. (2010). Communication Predictors and Social Influence in Crisis Negotiation, In: R.G. Rogan & F.J. Lanceley (Hrsg.), Contemporary Theory, Research and Practice of Crisis and Hostage Negotiation (S. 59-76). Cresskill, NJ: Hampton Press.

Eignung:

PsychologInnen; Psychologische PsychotherapeutInnen; Studierende

Fortbildungswoche: Notfälle und Krisen - 
Fremd- und Selbstgefährdung
Teilmodul der Fortbildungswoche:Fortbildungswoche: Notfälle und Krisen Fremd- und Selbstgefährdung

Christiane Jähnig

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Christiane Jähnig (030) 20 91 66 313 c.jaehnig@psychologenakademie.de
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