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Für Mitglieder des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) bietet die Deutsche Psychologen Akademie Rabatte an.
Für Studierende, PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA) und Arbeitssuchende gilt eine Ermäßigung auf den Normalpreis von 20%. Für Mitglieder der BV Studierende im BDP gilt eine Ermäßigung auf den BDP-Preis von 20%.

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** Ermäßigungen für Studierende, PiA und Arbeitssuchende sind nicht mit anderen Rabatten kombinierbar
02.09.2019 bis 03.09.2019

Intensivtraining zur berufsbezogenen Eignungsdiagnostik nach DIN 33430
Modul 3: Eignungsinterviews

Dozenten

Prof. Dr. Anja Strobel


Modul 1: Einführung in die DIN 33430

Was bedeutet Qualität in der Eignungsdiagnostik? Woran kann man Qualität erkennen? Wie kann man anderen gegenüber verdeutlichen, dass man qualitativ hochwertige Eignungsdiagnostik anbietet? Wie funktioniert eine DIN- Norm für die Eignungsdiagnostik? Der Trainingstag stellt die Grundlagen des DIN-Ansatzes in der Eignungsdiagnostik dar.

Die Teilnehmenden lernen, wie man mit Hilfe der DIN 33430 sowie weiterer Standards die Qualität in der Eignungsdiagnostik sichern und optimieren kann. Sie verstehen, wie die Begriffe Lizenzierung und Zertifizierung im Kontext der DIN 33430 genutzt werden und sind für einige rechtliche Rahmenbedingungen der Eignungsdiagnostik sensibilisiert.

Wesentliche Inhalte:

  • Rechtliche Rahmenbedingungen I (sehr knappe Einführung)
  • Qualitätsstandards
  • Qualitätssichernde Maßnahmen
  • Durchführungsbedingungen von Verfahren zur Eignungsbeurteilung


Modul 2: Anforderungsprofil, Verhaltensbeobachtung und -beurteilung

Das definierte Anforderungsprofil für eine Zielposition stellt den Ausgangspunkt für die Auswahl und Entwicklung eignungsdiagnostischer Instrumente dar. Verfahren zur Verhaltensbeobachtung und -beurteilung (z.B. Arbeitsproben, Rollenspiele, Gruppenarbeiten oder Präsentationen) sind Kernbestandteile vieler eignungsdiagnostischer Verfahrensserien, stellen durch die Einbindung von BeobachterInnen aber besondere Anforderungen an die Verfahrenskonstruktion und -durchführung. In diesem Modul werden die besonderen Anforderungen an die verfahrensbeteiligten BeobachterInnen sowie an die verfahrensverantwortlichen EignungsdiagnostikerInnen ausführlich behandelt und Lösungsstrategien vermittelt.

Am Ende des Trainings kennen die Teilnehmenden die unterschiedlichen konzeptionellen Ansätze und Techniken bei der eignungsdiagnostischen Verhaltensbeobachtung und -beurteilung und können sie in der Anwendungspraxis umsetzen. Sie sind sensibilisiert für potenzielle Fehlerquellen und möglichen Gegenmaßnahmen bei der Beobachtung und Bewertung und wenden als verantwortliche EignungsdiagnostikerInnen ihr Fachwissen bei der anforderungsbezogenen Verfahrenskonstruktion, der Entwicklung von Beobachtungssystemen sowie bei der Gestaltung von Trainings für BeobachterInnen an.

Wesentliche Inhalte:

  • Anforderungsprofil (als Ergebnis der Arbeits- und Anforderungsanalyse)
  • Begriff, Verständnis und Systematik der Beobachtung
  • Verhaltensnahe Operationalisierungen von Eignungsmerkmalen
  • Definition und Abgrenzung von Beobachtungseinheiten
  • Registrierung, Dokumentation, Auswertung und Bewertung der Beobachtungen
  • Bezugsmaßstab für die Einschätzung von Skalenausprägungen
  • Rating-/Skalierungsverfahren
  • Kulturabhängigkeit von Verhalten und Anforderungen
  • Stereotype, Beobachtungsfehler und Beurteilungsverzerrungen sowie mögliche Gegenmaßnahmen
  • Selbstdarstellungsstrategien und Gruppenprozesse bei der Urteilsbildung
  • Entwicklung von Handhabungshinweisen inkl. Beobachtungs- und Beurteilungsbogen
  • Hinweise zur Konstruktion von Verfahren der Verhaltensbeobachtung und -beurteilung sowie zum Training von Beobachter/-innen.


Dies Seminar zu den Modulen 1+2 wird auch vom 11.-13.03.2019 in Köln angeboten.


Modul 3: Eignungsinterviews

Eignungsinterviews gehören zu den am häufigsten eingesetzten Verfahren in der Personalauswahl. Ihre aussagekräftige Gestaltung sichert nachhaltig das Finden geeigneter KandidatInnen für vakante Stellen, wenn wesentliche Gestaltungsempfehlungen für strukturierte Gespräche berücksichtigt werden. Gleichzeitig liefert ein fair und wertschätzend geführtes Gespräch einen Ausweis der Kultur einer Organisation und kann somit auch das Gewinnen besonders geeigneter KandidatInnen unterstützen.

Im Seminar lernen die Teilnehmenden die wesentlichen Grundlagen zum Interview und dessen Güte kennen und erarbeiten relevante Aspekte der Planung, Durchführung und Auswertung strukturierter Interviews. Es werden verschiedene Fragetechniken und Gestaltungsmöglichkeiten im Interviewprozess vermittelt und mögliche Verzerrungen vorgestellt und diskutiert.

Wesentliche Inhalte:

  • Grundlagen zum Eignungsinterview
  • Interviewklassifikationen/Strukturierung von Interviews
  • Gestaltung des Interviewprozesses: Leitfadennutzung, Fragetechniken, Beurteilungskriterien
  • Verzerrungen im Interviewprozess


Die Veranstaltung findet in einer ausgewogenen Mischung aus Input und praktischen Anteilen statt. Umfassende Praxisbeispiele illustrieren die erläuterten Inhalte, in intensiven Kleingruppenübungen wird das vermittelte Wissen und Vorgehen vertieft und angewendet.

Dies Seminar zu Modul 3 wird auch vom 09.-10.05.2019 in Köln angeboten.



Dieses Seminar ist geeignet für:

Personen, die über Erfahrungen im Bereich der Personaldiagnostik verfügen. Studierende, die kurz vor dem Abschluss (Diplom, Master) stehen, sind zugelassen.

Literaturempfehlungen:

Modul 1:
Diagnostik- u. Testkuratorium (Hrsg.), Personalauswahl kompetent gestalten, Grundlagen und Praxis der Eignungsdiagnostik nach DIN 33430, Springer 2017.
Kersting, M. (2008). Qualität in der Diagnostik und Personalauswahl : Der DIN Ansatz. Göttingen : Hogrefe.
Kersting, M. (2014). Qualitätsstandards der Personalauswahl. In H. Schuler & U. P. Kanning (Hrsg.), Lehrbuch der Personalpsychologie (3. Aufl., S. 325-356). Göttingen: Hogrefe
Püttner, I. (2014). Rechtliche Aspekte der Personalarbeit. In: H. Schuler & U.P. Kanning (Hrsg.), Lehrbuch der Personalpsychologie, 3te Auflage. Göttingen: Hogrefe.
Testkuratorium der Föderation deutscher Psychologenvereinigungen (2010). TBS-TK. Testbeurteilungssystem des Testkuratoriums der Föderation deutscher Psychologenvereinigungen. Revidierte Fassung vom 09. September 2009. Psychologische Rundschau, 61, 52-56. (Freier Download unter www-kersting-internet.de)

Modul 2:
Diagnostik- u. Testkuratorium (Hrsg.), Personalauswahl kompetent gestalten, Grundlagen und Praxis der Eignungsdiagnostik nach DIN 33430, Springer 2017.
Höft, S., & Funke, U. (2006). Simulationsorientierte Verfahren der Personalauswahl. In H. Schuler (Hrsg.), Lehrbuch der Personalpsychologie. (2., überarbeitete und erweiterte Auflage, S. 145-188). Göttingen: Hogrefe.
Höft, S. & Lüth, N. (2005). Beobachtung und Bewertung im Assessment Center. Gestaltungsmerkmale eines AC-Beobachtungssystems. In K. Sünderhauf, S. Stumpf, & S. Höft (Hrsg.), Assessment Center von der Auftragsklärung bis zur Qualitätssicherung. (S. 164-180). Lengerich: Pabst Science Publishers.
Höft, S. & Melchers, K. (in Druck). Training von AC-Beobachtern: Worauf kommt es an? Wirtschaftspsychologie, Themenheft Personaldiagnostik 01/2010.
Thornton, G.C. & Rupp, D.E. (2005). Assessment Centers in Human Resource Management: Strategies for Prediction, Diagnosis, and Development.Mahwah, NJ, USA: Lawrence Erlbaum.

Abschluss:

Nach Abschluss dieser Veranstaltungen erhalten Sie je eine Teilnahmebescheinigung.

Ihre Ansprechpartnerin

Ute Szenkler, M.A.
u.szenkler@
psychologenakademie.de
030 / 20 91 66 312
030 / 20 91 66 316

Termin(e):
02.-03.09.2019
Zeiten (voraussichtlich):
Mo: 10:00-17:15 Uhr
Di: 09:00-16:15 Uhr
Unterrichtsdauer:
20 UE
Ort:
Berlin

Preis
885,00 EUR
BDP-Mitglied:
805,00 EUR


Bei einer Buchung bis zum 08.07.2019 erhalten Sie einen Frühbucherrabatt von 20 €

Seminar
max. Teilnehmerzahl:
17
Buchungscode:
B2019-DIN-2B