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Klinische Psychologie / Psychotherapie
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23.01.2017 bis 04.11.2017

Curriculum Notfallpsychologie

Dozent(en):
Dipl. - Psych. Gabriele Bringer (mehr zum Dozenten...),
Dipl.-Psych. Horia Fabini (mehr zum Dozenten...),
Dipl. - Psych. Clivia Langer (mehr zum Dozenten...),
Ass. jur. Benedikt Liefländer (mehr zum Dozenten...),
Sören Petry (mehr zum Dozenten...),
Dr. Sabine Rau (mehr zum Dozenten...),
Dr. Gerd Reimann (mehr zum Dozenten...),
Dipl.-Psych. Carsten Schenk (mehr zum Dozenten...),
Rolf Schmidt (mehr zum Dozenten...)
In Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Notfallpsychologie der Sektion Klinische Psychologie des BDP führt die Deutsche Psychologen Akademie ein Curriculum zur Spezialisierung in Notfallpsychologie durch. Es vermittelt praxisorientiert fundierte Kenntnisse und Kernkompetenzen für eine eigenständige Tätigkeit von PsychologInnen in diesem Aufgabenfeld.

Dazu gehören:

  • Notfallpsychologische Sofortmaßnahmen im Einzel- und Gruppensetting

  • Leitung von Teams der Krisenintervention und Einsatzkräfteunterstützung

  • Beratung von Stäben des Katastrophenschutzes und Stäben in Großschadenslagen

  • Beratung und Weiterbildung von Führungskräften und kollegialen Ansprechpartnern im Feld notfallpsychologisch relevanter Bereiche



Die Dozenten des Curriculums verfügen über vielfältige praktische Erfahrungen als Notfallpsychologe bzw. als Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes in unterschiedlichen Anwendungsgebieten bei nationalen und internationalen Einsätzen und sind als ausgewiesene Experten beteiligt am Diskussions- und Entwicklungsprozess im multiprofessionellen Feld der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV).

Mit der Teilnahme am Curriculum werden die Theorienachweise für das Zertifikat Notfallpsychologe/ Notfallpsychologin BDP abgedeckt. Die weiteren Qualifikationskriterien und Voraussetzungen für die Zertifizierung in Notfallpsychologie finden Sie in der Fortbildungsordnung im Internet unter: (Zertifizierung)

Das Curriculum umfasst insgesamt 136 Unterrichtseinheiten und besteht aus 7 Modulen.

  • Modul 1: Einführung in die Notfallpsychologie (8 UE) in Berlin

  • Modul 2: Spezielle Psychodiagnostik (16 UE) in Düsseldorf

  • Modul 3: Psychopathologie und Psychotrauma (16 UE) in Berlin

  • Modul 4: Krisenintervention und Gruppeninterventionen (32 UE) in Mainz

  • Modul 5: Peer Support Counselling I: Einführung in das Trainingsprogramm (16 UE) in Berlin

  • Modul 6: Peer Support Counselling II: Krisenmanagement, Umgang mit Medien, Eigenmarketing Vernetzung mit Unterstützungssystemen (24 UE) in Berlin

  • Modul 7: Einführung in die Strukturen und Verfahrensabläufe des Katastrophenschutzes (24 UE) in Engelskirchen b. Köln


Modul 1 wird als Einführungsseminar in die Notfallpsychologie und zur Orientierung über die Inhalte des Curriculums auch einzeln buchbar angeboten.
Gebühr: 210 €
Gebühr für BDP-Mitglieder: 190 €
Gebühr für Studierende: 168 €
Frühbucherrabatt: 20 €

Die Module 2 bis 7 sind mit 128 Unterrichtseinheiten enbloc buchbar zu folgenden Preisen:
Gebühr: 3275 €
Gebühr für BDP-Mitglieder: 2990 €
Gebühr für Studierende: 2620 €
Frühbucherrabatt: 120 €

Für die Zertifizierung zum/zur Notfallpsychologen/in BDP werden die Inhalte der Module 1 bis 7 als Theorienachweis benötigt.

Diese Fortbildungsreihe besteht aus folgenden Modulen


  • 23.01.2017 bis 23.01.2017

    Modul 1: Einführung in die Notfallpsychologie in Berlin

    Das Einführungsmodul zum Curriculum Notfallpsychologie der Deutschen Psychologen Akademie gibt den TeilnehmerInnen einen ersten Überblick über die Themen- und Arbeitsfelder der Notfallpsychologie. Nach großen Schadenslagen oder anderen kritischen Ereignissen im persönlichen und öffentlichen Bereich bringen NotfallpsychologInnen ihre Kompetenz ein. Sie geben den direkt Betroffenen, den durch das Ereignis erschütterten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie Rettungs- und Einsatzkräften - in Abgrenzung zu heilkundlicher Behandlung - pragmatische und lösungsorientierte Hilfestellungen zur Erhaltung oder Wiedererlangung eigener Selbstwirksamkeit und Handlungskompetenz.

    Ziel des Seminars soll es sein, das Feld der Notfallpsychologie kennenzulernen, die Implementierung in das multiprofessionelle Feld der Psychosozialen Notfallversorgung darzustellen sowie die Abgrenzung zur kurativen Versorgung durch ärztliche und psychologische Psycho- (Trauma-) TherapeutInnen zu verdeutlichen.

    Modul 1 wird einzeln buchbar als Orientierungsseminar für das Curriculum Notfallpsychologie angeboten. Fragen zum Curriculum Notfallpsychologie und zum Zertifikat Notfallpsychologe (BDP) können im Seminar besprochen werden.
    Für die Zertifizierung zum/zur Notfallpsychologen/in BDP werden die Inhalte von Module 1 als Theorienachweis benötigt.

    Gebühr: 210 €
    Gebühr für BDP-Mitglieder: 190 €
    Gebühr für Studierende: 168 €
    Frühbucherrabatt: 20 €
  • 10.03.2017 bis 11.03.2017

    Modul 2: Spezielle Psychodiagnostik in Düsseldorf

    Dozenten: Dr. Sabine Rau, Dipl.-Psych., Dr. Thomas Poschkamp, Christine Druyen, Jan Mallmann-Kallenberg, Dr. Frank Sensen

    Im Seminar werden relevante diagnostische Verfahren der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) unter Berücksichtigung des Einsatzortes sowie Einsatzzeitpunktes vermittelt. Die Verortung von Notfallpsychologinnen und Notfallpsychologen und Kenntnisse zu den Aufgaben Leitender Notfallpsychologinnen und -psychologen (LNP) im Fall einer Großschadenslage ermöglichen eine realistische Tätigkeitseinschätzung und auf dieser Basis eine Klärung diagnostischer Aufgaben und Möglichkeiten.
    Die Psychosoziale Notfallversorgung und deren Verzahnung mit dem Feuerwehr- und Rettungsdienst werden am Beispiel der Landeshauptstadt Düsseldorf dargestellt.

    Die folgenden Inhalte werden im Seminar ausgehend von Setting und Versorgungsauftrag behandelt:
    -Diagnostik aus Sicht der Einsatzleitung
    -Diagnostik an der Schadenslage - Patientensichtung und Screeningverfahren
    -Diagnostik im geschützten Rahmen - störungsspezifische diagnostische Verfahren

    Dabei werden einzelne (test-)diagnostische Verfahren vorgestellt und erprobt. Gemeinsam wird eine Bewertung der Relevanz für die jeweilige Einsatzsituation vorgenommen.

    Neben klassischen Seminarelementen wie Vortrag, Rollenspiel und Kleingruppenarbeit gibt es einen großen Praxisteil: Die Leitstelle der Feuerwehr, die Räumlichkeiten des Krisenstabs und der Betreuungsbus als unterschiedliche Einsatzorte werden besichtigt.

    Die Seminargestaltung erfolgt durch das Team LNP der Landeshauptstadt Düsseldorf und ermöglicht dadurch den Austausch aus verschiedenen fachlichen Blickrichtungen im Rahmen der PSNV. Die notwendige interdisziplinäre Zusammenarbeit wird an der Zusammensetzung des Teams LNP ebenso deutlich wie am Beispiel der Kooperation zwischen Leitender Notärztin bzw. Leitendem Notarzt und Leitender Notfallpsychologin bzw. Leitendem Notfallpsychologen. Die ärztliche Perspektive auf die PSNV wird durch den Leitenden Notarzt im Seminar dargestellt.
  • 28.04.2017 bis 29.04.2017

    Modul 3: Psychopathologie und Psychotrauma in Berlin

    Dozent: Dipl.-Psych. Horia Fabini

    NotfallpsychologInnen begleiten Betroffene in akut stattfindenden Krisen oder betreuen diese unmittelbar nach extrem belastenden Ereignissen - somit in einem engen Zeitfenster mit grundlegender Relevanz und Weichen stellendem Charakter für den Aufbau von Copingstrategien durch die Betroffenen. Die Entscheidung über einzuleitende oder zu unterlassende (!) Maßnahmen erfordert somit das Vorhandensein eines psychopathologischen Grundwissens und spezifischer diagnostischer Kompetenzen.
    Psychopathologie, als Lehre von den psychischen Erkrankungen ist Teilbereich der Psychiatrie und Klinischen Psychologie und befasst sich mit der Beobachtung, Beschreibung, Bewertung und Zuordnung krankhafter und abnormer seelischer Vorgänge, den psychischen Störungen. Ihr untergeordnet ist die Psychotraumatologie, deren Gegenstand die Untersuchung und Behandlung seelischer Verletzungen (Psychotraumata), ihrer Folgeerscheinungen und der Ursachen ihres Zustandekommens ist.
    Im Seminar sollen sowohl Grundkenntnisse in den Bereichen Psychopathologie und Psychotraumatologie erworben werden als auch sollen die Teilnehmerinnen Strategien professionellen Handelns erlernen zum hilfreichen Umgang mit sich entwickelnden psychopathologischen Syndromen.

    Grundlagen:
    - Psychopathologie und Psychotraumatologie

    Diagnostik:
    - Diagnostische Kriterien
    - Standardisierte Verfahren
    - Prädiktoren für die Entwicklung einer postraumatischen Belastungsstörung (PTBS), Langzeitverlauf der PTBS
    - Komorbiditäten

    Klassifikation:
    - Erkrankungen nach Traumata in der Kindheit (inkl. sexuellem Missbrauch)
    - Traumata und Persönlichkeitsstörungen
    - Akute Belastungsstörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Einfache und komplexe PTBS, Disorder of Extreme Stress Not Otherwise Specified (DESNOS)

    Sto¨rungsmodelle:
    - PTBS als Gedächtnisstörung
    - Angstmodell der PTBS, Hirnbefunde

    Interventionen:
    - Beziehungsaufbau, Techniken zur Stabilisierung und Affektregulation
    - Praktisches Vorgehen bei akuter Suizidalita¨t und akuter Dissoziation
    - Frühintervention bei PTBS - Symptomen (10 Tage nach Trauma)
    - Psychotherapie der PTBS
    - Imagery Rescripting and Reprocessing IRRT, Narrative Expositionstherapie (NET), Lebenslinie, Cognitive Processing Therapy, Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie, Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)

     
  • 14.06.2017 bis 17.06.2017

    Modul 4: Maßnahmen der Psychosozialen Notfallversorgung von Bevölkerung und Einsatzkräften im Rahmen der sekundären Prävention

    Dozent: Dipl.-Psych. Carsten Schenk

    Psychosoziale Notfallsituationen sind potenziell kritische Ereignisse für sowohl Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene, Zeugen und / oder Vermissende (PSNV-B) als auch für Einsatzkräfte (PSNV-E). Die Ereignisse sowie ihr Nachgang können für die Einzelnen Bedrohungen und Anforderungen darstellen, für die ihre Bewältigungsmöglichkeiten, zumindest im Augenblick, nicht ausreichen. Ziel der Psychosozialen Notfallversorgung ist es, den jeweiligen Verarbeitungsprozess positiv zu unterstützen, das Risiko von Folgestörungen zu senken, Belastungsfolgen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf weitergehende Maßnahmen einzuleiten. In diesem Modul werden die Entstehung und mögliche Reaktionen in Krisen behandelt und Antworten auf die folgenden Fragen erarbeitet:

    - Wie sieht das praktische Vorgehen aus, wenn Notfallpsychologen „intervenieren"?
    - Wie unterscheiden sich erste von weiterführenden Maßnahmen und was ist weiter beachtenswert?
    - Wann besteht eine persönliche Krise?
    - Wann zieht allein das Ereignis die Maßnahmen nach sich, nicht die Person?
    - Wer ist Beteiligter, wer Betroffener? Wer ist Zielgruppe und von wem?
    - Welche Prioritäten müssen gesetzt werden und welche Differenzierungen?
    - Welche Ansätze sind geeignet, den Verarbeitungsprozess positiv zu unterstützen? Welche systemischen Faktoren
    beeinflussen ihn?
    - Welche Standards bestehen, welche Abläufe haben sich bewährt? Wann sind welche Maßnahmen sinnvoll, angezeigt oder kontraindiziert?
    - Wie können wissenschaftliche Inhalte verständlich und stresssicher an den Mann oder die Frau gebracht werden? Welche Akteure gibt es im Feld? Wie können die Maßnahmen organisiert werden, wenn es etwas mehr wird?
    - Wie sieht die Leitung eines Einsatzes psychosozialer Notfallversorgung praktisch aus?

    Literarur:
    Nikendei, A. (2012). Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) – Praxisbuch Krisenintervention. Edewecht: Stumpf + Kossendey.
    Juen, B., Kratzer, D. (2012). Krisenintervention und Notfallpsychologie. Innsbruck: Studia Universitätsverlag.
    Karutz, H., Juen, B., Kratzer, D., Warger, R. (Hrsg.) (2017). Kinder in Krisen und Katastrophen Spezielle Aspekte psychosozialer Notfallversorgung: Ein Handbuch für Kriseninterventions-mitarbeiterInnen und psychosoziale Fachkräfte. Innsbruck: Studia Universitätsverlag.
  • 18.09.2017 bis 19.09.2017

    Modul 5: Peer Support Counselling I: Einführung in das Trainingsprogramm in Berlin

    Dozentin: Dipl. - Psych. Gabriele Bringer

    Das Peer Support Counselling ist ein notfallpsychologisches Trainingsprogramm für Peers wie Einsatzkräfte und notfallpsychologische Ersthelfer. Es dient der Schulung der Peers hinsichtlich notfallpsychologischer Grundlagen des Umgangs mit Betroffenen und der Möglichkeiten der eigenen Psychohygiene.

    Es werden praktische sowie didaktische Hinweise für die Umsetzung des Trainings für potentielle "Peergroups" zielgruppenspezifisch gegeben, die als Laien und psychologische ErsthelferInnen eine Weiterbildung zum "Peer Support Counsellor" anstreben.

    Im ersten Modul zum Peer Support Counselling werden die folgenden Themen behandelt: Einführung in die 4x4-Matrix der Trainingsinhalte, Stress und Stressbewältigung, Psychohygiene des Helfers, Psychische Belastungen und Extremstress, Besonderheiten in der Kommunikation und der Gesprächsführung in krisenhaften Situationen.

    Literatur:
    Teegen, F. (2003). Posttraumatischen Belastungsstörungen bei gefährdeten Berufsgruppen. Bern.Verlag Hans Huber.
    Müller, W.&Scheuermann, U. (Hrsg.) (2004) Praxis Krisenintervention. (1.Auflage) Stuttgart. Verlag W. Kohlhammer
    Daschner, C.-H. (2003) KIT - Krisenintervenion im Rettungsdienst. (2. Auflage) Edewecht, Wien. Stumpf&Kossendey.
  • 20.09.2017 bis 22.09.2017

    Modul 6: Peer Support Counselling II: Krisenmanagement, Umgang mit Medien, Eigenmarketing Vernetzung mit Unterstützungssystemen in Berlin

    Dozent: Herr Dr. Gerd Reimann, Dipl.-Psych.

    In diesem Modul steht das Peer-Support-Counselling im Mittelpunkt. Die Kriterien der Auswahl von Peers sowie ein konkretes Peer-Support- Ausbildungsprogramm werden vorgestellt. Für Freiberufler ist das Thema Eigenmarketing und Akquise ein Muss. Im Seminar werden praktische Erfahrungen vermittelt, wo Peer-Support eine Rolle spielt und wie entsprechende Aufträge akquiriert werden können. Häufig stehen notfallpsychologische Einsätze im Fokus der Öffentlichkeit und der Medien. Deshalb ist ein angemessener Umgang mit den Medien unerlässlich. Dazu werden in diesem Modul praktische Hinweise vermittelt. Darüber hinaus erhalten die TeilnehmerInnen einen Überblick zu Unterstützungssystemen der Regelversorgung und wie diese vernetzt sind.

    Literatur:
    Dross, M. (2001). Krisenintervention. Göttingen: Hogrefe-Verlag.
    Garth, A. J. (2008). Krisenmanagement und Krisenkommunikation. Wiesbaden: Gabler
    Maercker, A (2009). Posttraumatische Belastungsstörungen, 3. Auflage, Heidelberg, Springer
    Lasogga, F., Münker-Kramer, E. (2009) Psychosoziale Notfallhilfe, Edewecht: Stumpf & Kossendy
  • 02.11.2017 bis 04.11.2017

    Modul 7: Einführung in die Strukturen und Verfahrensabläufe des Katastrophenschutzes in Engelskirchen b. Köln

    Dozenten: Rolf Schmidt, Ass. Jur. Benedikt Liefländer, Sören Petry

    Menschen benötigen Hilfe, Rettung und Unterstützung bei schweren Unglücksfällen, Naturkatastrophen und allen Gefahren, die mit eigenen Selbsthilfemaßnahmen nicht mehr bewältigt werden können.
    Der Katastrophenschutz kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Schadenlage so groß wird, dass die Kräfte der alltäglichen Gefahrenabwehr und der Feuerwehr nicht ausreichen, um den eingetretenen Schaden oder drohende Gefahren zu bekämpfen.
    Im Bereich Katastrophenschutz stützen sich Bund und Länder auf in der Bundesrepublik tätige Katastrophenschutzorganisationen. Neben anderen privaten und öffentlichen Einheiten und Einrichtungen ist der Malteser Hilfsdienst eine im Katastrophenschutz mitwirkende Organisation, die mit dem BDP eine Kooperation vereinbart hat.
    Führungskräfte und Ausbilder des Malteser Hilfsdienstes führen in diesem Modul in die Szenarien, Strukturen und Abläufe des Katastrophenschutzes ein und stellen Aufgabe, Position und spezielle Anforderungen an Notfallpsychologen im Katastrophenschutz dar.
    Szenarien oberhalb der alltäglichen Gefahrenabwehr unterliegen besonderen Rahmenbedingungen, die Mitwirkende, so auch Notfallpsychologen, in diesem Bereich kennen und persönlich akzeptieren müssen.
    Das Modul bietet die Möglichkeit, notfallpsychologisches Wissen um die bei Katastrophenfällen unverzichtbaren Kenntnisse der Stabsarbeit zu erweitern und das Feld der Gegebenheiten und Anforderungen für Helfer im Rettungsdienst kennenzulernen. Zudem vermittelt es die Standortbeschreibung zum Einsatz als Notfallpsychologe in der PSNV und gibt einen Einblick in deren Tätigkeit im Katastrophenschutz.

    Inhalte des Seminars:
    - Szenarien oberhalb der alltäglichen Gefahrenabwehr deren Bedingungen und Folgen
    - Führung im Katastrophenschutz
    - Führungsstil und Führungsverhalten, Delegation und Auftragstaktik
    - Gesetzliche Grundlagen, Abgrenzung, Begriffe und Zuständigkeiten, Organisation des Katastrophenschutzes
    - System der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr
    - Führungssystem und Führungsorganisation
    - Führung und Leitung in der Gefahrenabwehr
    - Führungsorganisation: Aufbau, Führungsebenen, Führungsstufen
    - Einsatzstellenorganisation bei besonderen Lagen und Großschadensereignissen
    - Zusammenwirken der Fachdienste
    - Operativ-taktische Führungslehre
    - Führungskreislauf/ Führungsvorgang, Lagevortrag zur Unterrichtung und zur Entscheidung, Führungsmittel
    - Aufgaben und Arbeitsabläufe eines Führungsstabes
    - Sicherheit und Gesundheitsschutz im Einsatz
    - Gefahren an einer Einsatzstelle
    - Technische Regeln und UVV
    - Persönliche Schutzausstattung
    - Notwendigkeiten psychologischer Hilfen und Betreuung
    - Möglichkeiten der Mitwirkung von psychologisch geschulten Fachkräften
    - Organisation der Mitwirkung
    - Fachkräfte der PSNV im Einsatz
    - Führungsstab (Funktionen) und Aufgaben der PSNV
    - Einsatzablauf PSNV anhand von realen Einsatzbeispielen
    - Einsatz von Notfallpsychologen im Katastrophenfall

    In diesem Seminar steht die Vermittlung und Erarbeitung von Wissen mittels Lehrgespräch und Diskussion im Vordergrund.
Dieses Curriculum ist geeignet für:
Diplom-PsychologInnen, Master in Psychologie, Psychologische und ärztliche PsychotherapeutInnen, Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, Studierende der Psychologie, die kurz vor ihrem Abschluss stehen (Diplom/ Master).

Seminarflyer zum Downloaden
Literaturempfehlungen:
Diese finden Sie unter den einzelnen Modulen.
Hinweise:
Modul 1 wird als Einführungsseminar in die Notfallpsychologie und zur Orientierung über die Inhalte des Curriculums einzeln buchbar angeboten. Die Module 2 bis 7 sind dann en bloc buchbar. Für die Zertifizierung zum/zur Notfallpsychologen/in BDP werden die Inhalte der Module 1 bis 7 als Theorienachweis benötigt.
Abschluss:
Nach Abschluss dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.
Akkreditierung:
Die Akkreditierung wird bei der jeweiligen Landespsychotherapeutenkammer beantragt und wird von der jeweiligen Landesärztekammer in Berlin und NRW für die Anrechnung von CME-Punkten teilnehmender ÄrztInnen aus den jeweiligen Bundesländern anerkannt. Nähere Informationen erhalten Sie bei den Landesärztekammern. In der Regel entspricht die Anzahl der Fortbildungseinheiten der Anzahl der Unterrichtseinheiten.
Ihre Ansprechpartnerin:
Steffi Baumgarten
Email: s.baumgarten@psychologenakademie.de
Telefon: 030 / 20 91 66 314
Telefax: 030 / 20 91 66 316
PTK-Punkte beantragt
Termin(e):
Modul 1:
23.01.2017
Modul 2:
10.-11.03.2017
Modul 3:
28.-29.04.2017
Modul 4:
14.-17.06.2017
Modul 5:
18.-19.09.2017
Modul 6:
20.-22.09.2017
Modul 7:
02.-04.11.2017

Zeiten (voraussichtlich):
Modul 1:
Mo: 09:00-17:00 Uhr
Modul 2-3:
Fr-Sa: 09:00-17:00 Uhr
Modul 4:
Mi-Sa: 09:00-17:00 Uhr
Modul 5:
Mo-Di: 09:00-17:00 Uhr
Modul 6:
Mi-Fr: 09:00-17:00 Uhr
Modul 7:
Do-Sa: 09:00-17:00 Uhr
Modul 1: 8 UE
Modul 2-3: 16 UE
Modul 4: 32 UE
Modul 5: 16 UE
Modul 6-7: 24 UE

Ort: Düsseldorf, Berlin, Köln, Mainz
Curriculum
max. Teilnehmerzahl: 18
Buchungscode: B2017-NOT-2